Der Regen – Wie es begann

Ein Freitag Nachmittag.
Wochenendstimmung. Günstige Gelegenheit.
Die Gunst der Stunde, eingebettet in Langeweile. Genutzt.

Die letzte gesetzgebende Sitzung vor dem Wochenende, zum Gähnen langweilig, das war der richtige Zeitpunkt.
Hier sollte es durchgeschleust werden, an Einnickenden und im Halbschlaf Befindlichen vorbei.
Mit Erfolg. Wenn sie schlafen, dann tief.

Das Gesetz erlaubt Teilen der Industrie ein wenig mehr Spielraum in der Pflege und Wartung ihrer Anlagen. Nur ein wenig mehr Kulanz.

Auf längere Sicht geschah nichts.
Ingenieursarbeit braucht bis sie verfällt, wenn sie überhaupt verfallen darf. Jetzt hatte sie die offizielle Erlaubnis dazu.
Filter und Membranen wurden durchlässiger, Emissionspegel stiegen stetig.
Ins Wasser und in die Luft.
Es war nur noch eine Frage der Zeit bis bestimmte chemische Elemente in Reaktion gerieten.
Bis Schwellenwerte überschritten wurden und Zusammensetzungen auf ganz neue Art reagierten.
Neues wurde geschaffen.

Das war so nicht vorgesehen, aber vielleicht hatten die Fachleute, die die Gutachten für die Lobbyisten vorbereiteten auch schon Wochenendstimmung, waren auch nur mit halber Sache dabei.
Das oder das zu geringe Entgelt. Die Gutachten waren schlampig.
Nichts, was wir nicht schon so, in der einen oder anderen Art erlebt hatten, nicht wahr?

Die Mischung machte es aus, so dass der Regen zu fallen begann, künstlich erzeugt, wie auch sonst?
Kleine Veränderungen können Großes bewirken, hier ein halber Gradpunkt mehr, da ein paar Salze und Chemikalien mehr in die Luft geblasen, ins Wasser abgeleitet, verdunstet.
Der Regen fiel und es hörte nicht mehr auf zu regnen.

Es war ein Kreislauf, begonnen durch ein paar schläfrige Beschlüsse, der das Gift herabregnen verdunsten, sich weiter verdichten ließ und wieder abregnete.
Der ph Wert des Wassers stieg in Regionen, in denen aus dem köstlichen Nass Lauge wurde.

Es waren die reichen, bewaldeten westlichen Gegenden, die es am härtesten traf, die wasserreichen und ansonsten wohlhabenden Regionen, sie traf die kleine chemische Veränderung im Wasser am härtesten.
Und sie waren nicht darauf vorbereitet.

Opfer einer Überschwemmung dürfen nass werden, Verdurstende dürfen trinken, Brände sollten mit Wasser gelöscht werden dürfen.
Doch diese Regeln waren ausser Kraft gesetzt worden. Durch eine Unterschrift.

Die Veränderungen kamen schnell.
Kein Zerreden konnte dem Einhalt gebieten.

Alle Teile der Geschichte:

„Der Regen“
„Der Regen – Wie es begann“
„Teil 3 – Der Regen“
„Teil 4 – Der Regen“
„Der Regen – Tag 8“
„Teil 5 – Der Regen – Die Zuflucht“
„Teil 6 – Der Regen – Hunger“
„Teil 7 – Der Regen – Konfrontation“
„Teil 8 – Der Regen – Bilder aus der Vergangenheit“
„Teil 9 – Der Regen – letzte Wege“

 

Der Regen

 

Anmerkung des Autors:
«Der Regen» ist so eines dieser Gedankendinger, die vor einer halben Stunde noch nicht einmal existiert haben.
Von dem ich auch nicht weiß, ob und wie er weiter geht.
Vielleicht mach‘ ich es ein wenig vom Feedback abhängig und ganz bestimmt davon, ob mir noch etwas einfällt.

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