Der Kopf schmerzt – Livebericht mit Paul

Heute schmerzt der Kopf.
Arg.
Nein, keine Flasche Wein.
Einfach nur so.

Es schraubstockt und nicht zu knapp.
Ich wehre mich dagegen.

Ignorier es. Höre Musik.
Paul Kuhn, der wunderbare Herr Kuhn. Er spielt Klavier.
Auf Schallplatte. Das ist groß.
Swingt mir ein wenig den Kopf frei.

Kaffee, vermutlich ebenfalls kontraproduktiv, fließt in Strömen.
Ich sitze auf meinem lächerlich kleinen Hocker vor meinem Sekretär und schreibe.

Gnä Frau, die Hübsche. Sie liegt mir zu Füßen, auf einer meiner Umhängetaschen.
Sie liebt es auf Kunststoff zu liegen, schaut hoch zu mir. Nachdenklich..
Die (Kunstoff) Fetischkatze.
«Nimm ne Tablette…»
Warum nehm‘ ich immer erst Tabletten, wenn es seit Stunden schmerzt?

Ach der Paul, die Platte ist ein Traum, aufgenommen hat er sie mit Anfang 80.
So geht alt werden.
Das Fernsehen hat seinen Tod viel zu wenig gewürdigt.
Jetzt stampfen sie schnell allerlei Kaufbares aus dem Boden, der Tod will vermarktet sein.
Schade, alles so zynisch.

Ich lausche und der Kopf schmerzt und ich genieße es trotzdem.
Keine Skandale, kein MTV, kein Facebook-um-Aufmerksamkeit-buhlen und dennoch und gerade deswegen: Groß
Und schön singt er: „There will be other Lips I Kiss, but there will be no other you“
Wo ist der „like“ Knopf?
Die Schmerzen? Verflogen.
Danke Paul, Herr Kuhn.

7 Gedanken zu “Der Kopf schmerzt – Livebericht mit Paul

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