Hand

Voll mit Allem, was ist und nicht sein darf.
Fein, wenn sie fühlen darf, wenn sie tastet.
So voller Empfinden, keine Erhebung kann ihr entgehen, keine Senke bleibt unertastet.
Wo sie berührt, ist feinster Strom.

Fest im Griff, nie wird er fehlen, nie nachlassen, nie versagen.
Was sie umschließt, darf sich fallen lassen, darf schwach sein, denn sie ist es nie.

Die Hand erschafft, die Hand reisst nieder.
Sie zollt Respekt.
Sie spricht Gericht.
Wenn sie dich schlägt, verzeih ihr nicht.

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9 Gedanken zu “Hand

  1. Bettina Wegeners Chanson
    „Sind so kleine Hände“
    kommt mir beim Lesen in den Sinn.
    Die offene Hand, ein Symbol wie das der geschlossene Faust. Die Sprache der Hände mit den vielen kleinen Knochen, komplexe Nervenpunktkonzentrierte Feinmotorikwerkzeuge,
    Fingerspitzengefühl…Hand-Greiflich, die Sprache der Hände eine eigene zum Anfassen, der Pianist will die Hände beschützen, weil sie ihm ermöglichen, sein berührendster Ausdruck zu sein, er weiß um ihre komplexe Verletzlichkeit und übt, um ihre Beweglichkeit und ihr Feingefühl zu erhalten.

    Du hast in Deinem Prosa-lyrischen Text ein-fühl-same Worte und Bilder gefunden. 🙂

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  2. Das Schicksal in Jemandens Hände legen, die Hand ist geöffnet, fordert auf, darin zu lesen,sie zu ergreifen, zeigt ihre Lebenslinien, ihre verletzliche innere Fläche, eine Hand, die beschützen , aber auch Besitz ergreifen kann, ein wunderbares Werkzeug, das uns die Schöpfung mitgegeben hat.
    Handgreiflich…..das Übelste, was sie tun kann, doch manchmal muß sie sich wehren gegen Übergriffe, dann sei ihr Gewalt gestattet, aus Notwehr.

    Ich mußte daran denken :

    schöner zu Gedankenspielen auffordender Text.

    und die Hand kann auch ausgiebig Gnae Frau kraulen -:)))

    Lieber Gruß
    Karin

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  3. Es gibt so Handbücher zum Thema: Hand-Reha….Was man da erfährt, huiiii….
    Hauthandnah spürt man es, wenn man sich an der Hand verletzt hat – oder eine einem aus sonstigen Gründen den Dienst versagt…
    Als der Mann vor einigen Jahren in Saudi-Arabien gearbeitet hat, konnte man Freitags immer zum öffentlichen Hand abhacken gehen. Diebe….und ein Krankenwagen stand daneben…

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    • beängstigend…
      Ich entsinne mich an Orlags Hände, einem Stummfilm, bei dem dem Pianisten Orlag die Hände eines Mörders angenäht wurden, nachdem er die eigenen bei einem Unfall verloren hatte….
      die Hände enwtickelten Eigenleben.

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