Nacht ohne Antworten

Der Raum, leer.
Gedanken, die nicht kommen wollen.
Nur die, die wie ungebetene Gäste ungefragt ihren kleinen Tanz wagen.
Nur die, die unbemerkt sich Einlass verschaffen.
Sickern durch Risse, fern von klaren Quellen, dunkel verfärbt, gedacht auf eigene Gefahr.

Der Raum, der Zuflucht sein sollte, nun ein Gefängnis.
Keine Ausflucht.
Nur im sich wehren, im Widerstand ist Hoffnung.
Wer sich den Gedanken entgegen stellt, es wagt, sie zu denken, in Deklination die Herkunft sucht zu bestimmen, der wird passieren dürfen.
Dem tun sich Spalten im leeren Raum auf, der wird entfliehen.
Nicht seiner Habe beraubt, wird er entkommen,
nicht kopflos wird sie sein,
nicht in Entbehrung, karg und schwach.
Reich beschenkt wird er Stufen erklimmen, ins Licht, in den Tag. Nicht schwer beladen, nicht voller Last, nur leicht und reich.
Nur nicht Gedachtes, das wiegt schwer, ist Kitt und Stein, der Spalten dicht verschließt, der Mauern glatt nach oben zieht, so Räume ohne Ausgang schafft.

Wag es nicht, Gedanken nicht zu denken.
Gedanken, ungedacht, ohne Antwort,
Mauern gleich,
Du, in ihrem Innersten eingesperrt zum Verweilen gezwungen, bis Du, aus eherner Starre erwachst,
wagst, sie zu denken,
in die Freiheit,
in den Raum, der folgen wird.

amok koma

5 Gedanken zu “Nacht ohne Antworten

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