Heute Liveblog!

08:17 Bin im Pini, meinem Lieblingscafe angekommen.
Frage, ob ich die Steckdose benutzen darf. Mein altes Powerbook stirbt trotz Tauschakku nach wenigen Minuten den Erschöpfungstod.

08:19 Ob der Frage nach der Energieversorgung entspinnt sich ein kurzer Dialog über Höflichkeit im Alltag und den Verlust derselben.
Im Speziellen bei Generationen, jünger als die, aus der Kaffeehausbesitzer und ich stammen.

08:21 Galao Numero Eins ist angekommen. Portugiesische, angenehm melancholische Musik spielt leise im Hintergrund. Hier mag ich sie gern.

08:26 Der Weg zum Pini führte durch eine nebelige Morgenstadt. Alles noch ein wenig verschlafen. Beginnende Geschäftigkeit. Und alles grau.

Stadt im Nebel

08:31 Amüsiere mich darüber, dass der mobile Onlinezugang, den ich mir durch mein Handy; sagt man noch Handy? Den ich mir durch das Teil verschaffe, schneller ist, als mein Kuhdorf DSL.
Trauerspiel. Technik und Leben auf dem Land… Ich schweife ab.

Blog im Cafe

08:33 Bin hocherfreut. Habe auf dem Weg ins Pini einen ehemaligen Arbeitskollegen getroffen. Kurz geplaudert, aktuelle Kontaktdaten ausgetauscht und sich auf bald mal verabredet.
Schöner Zufall. Alle Ewigkeiten bin ich in der Stadt und wäre ich nicht durch Hinterhöfe geschlichen, um ein paar Nebelimpressionen einzufangen, hätten wir uns versäumt.
Er ist so ein Facebook Verweigerer und wir hatten uns aus den Augen verloren.
Solche Begegnungen mag ich. Vor allem, wenn ich im Gesicht des Gegenübers auch Freude wahrnehme.

08:39 Frühstück ist an meinem Platz angekommen. Das gute Pensionsfrühstück. Wenns doch nur schon so weit wäre. Wobei, ich würde es Privatierfrühstück nennen. Mit dem Bentley ins Frühstückslokal.. in angenehmer Müdigkeit zum Frühstücksei chauffiert.
Fein wäre das.

Pensionsfrühstück

08:43 kurze Unterbrechung. Habe Hunger.

08:58 technische Probleme und ein weiteres Nebelbild. Wohl bekomms. Ich mach mich über mein Frühstücksei her.

im Nebel

09:01 Plastiklöffel zum Ei. Ist für mich ein unangenehmer Rückfall in früheste Kindheit.
Hab‘ ich nie verstanden. Ich esse mein Ei immer vom Silberlöffel. Und wenn er dabei beschlägt, werf ich ihn weg.
So geht das.
Hach, wie schön ist der kleine Luxus ab und an.

09:04 Fünf Gäste im Lokal.
Ruhig.
Man liest Zeitung, unterhält sich leise.
Hier lässt es sich aushalten.
Galao Numero zwei ist gebracht worden.
Draussen hasten die Leute vorbei. Mit mir unbekanntem Ziel. Jeder seines Weges.
Manche gehen schnell, andere langsam, Alter und Tempo stehen in keinem Zusammenhang.
Mehr das Getrieben sein oder das in sich Ruhen, so scheint mir.

Draussen

09:17 Draussen, Danke Fügung. Draussen nehmen die Ökokinderwagenmuttis Platz.
Sehr schön. Danke. Draussen.
Ich kann den, sich ewig um das selbe drehenden Dialog nicht mehr hören.
Mami Eins kam, nach endlosen zwei Minuten draussen warten rein und hat aufs Umständlichste und in lautstarker balla balla Sprache zwei Latte Macchiato bestellt.
Danke fürs draussen sitzen. Like.

09:25 Pini füllt sich. Es bleibt angenehm.
Pini später

09:31 Die technischen Probleme nehmen zu.
Gerade eben hat sich mein 2,95 Kartenleser in alle Einzelteile zerlegt.
Sieht nach Steampunk aus, funktioniert aber noch.
Hach, geschätzte LeserInnen, ist das nicht aufregend. Bei N24 würden sie jetzt eine Sondersendung machen.

Leser in Teilen

09:36 Pause. Muss essen.

09:56 satt.
satt

Ich bedanke mich und gebe zurück ins Funkhaus.
Das wollte ich schon immer mal sagen / schreiben.
Ich wünsche einen angenehmen Tag.
baba…

8 Gedanken zu “Heute Liveblog!

  1. Ihnen auch einen angenehmen Tag wünschend, erhebe ich zarten Einspruch. Außerhäusiges Löffelei geht nienienimmernich. Bjäch. Schlimmer sind nur noch die mittlerweile wohl nur in der Extremweihnachtszeit nicht im Supermarkt vor sich hingammelnden Buntharteier. Doppelbjäch.

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  2. Warum haben alle ihr Büro im Cafe aufgemacht? Im Chi-Chu musste ich mir eine Stunde lang die Web-siten-Vorschläge einer Webgestalterin am Nachbartisch anhören im Chilli-Chutney probten zwei ältere Schauspieler/Teilregie den baldigen Workshop lautstark voraus. Im Milch+Zucker schauen beim Eintreten 20 Leute kurz von Ihrem Laptop mit leuchtenden Obst-Zeichen auf….! Gruselig, oder?

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