Fliegen

Fragment.

Die Weite.
Ein Terrain, flach.
Mit gleichmäßigem Muster.

Er sieht zu, wie er sich seiner Selbst nähert.
In rasendem Tempo gleitet seine Sicht über die Fläche, verwischt das Muster unter ihm zu einem langen, flackerndem Streifen.

Er liegt.
Um ihn herum Kegel, Quader, hoch, mannshoch, größer.
Die einzigen Erhebungen.
Kein Laut.

Wissend, dass jedes Geräusch sich in Echos, Kaskaden von Reflektionen und Hall über ihn ergießen würde, liegt er da, schweigt still und sieht in die Weite.

Sich erhebend, über die Quader, die Formen, steigt er auf, sieht von oben, nun klein, was ihn gerade noch überragt hat.

Er schwebt, taumelt, gleitet.
Die Muster weichen, die Glätte schwinded.

Strukturen, er nimmt vertraute Formen, Farben wahr.
Gleitet über Landschaften, breitet die Arme aus, wissend, dass ihm das mehr Auftrieb verschafft.
Fliegt wie ein Vogel.
Ist der Vogel, der, aus seinem Traum, der er immer sein wollte, den er so oft beneidet hat.
Seine Arme sind Flügel ohne Federn, ohne zu flattern und zu schlagen ist er im flachen Sinkflug, nähert sich dem Grund. Spürt keine Angst, nur Glück, Freude, erfüllte Sehnsucht.

Unter ihm, Wiese, grün.
Er neigt sich zur Seite, nun im Bogen, Kreisbahnen beschreibend, sich in Spiralform nach oben windend.

Jauchzt, ergießt sich über sich selbst.
Genießt jedes Zucken.
Jede Konvulsion.
Den Flug.

Flug

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