Jetzt.

Gleichzeitigkeit.

Hier. Jetzt. In diesem Moment.
Wagen, die sich ineinander schieben.
Kinder, die geboren werden.
Männer, Frauen, Kinder, die geschlagen werden.
Körper, die sich aneinander drängen, ineinander.

Letzte Atemzüge. Das letzte Ausatmen.
Schreie, Liebe, Keuchen.
In diesem Moment.
Zur selben Zeit. Jetzt.

Körper, die auf kalten Grund prallen.
Körper, die an Stoßstangen enden, von Reifen aus dem Sein gequetscht.
Millionen Insekten, die in Vogelschnäbeln, Mandibeln anderer Insekten, an Windschutzscheiben ihre kleine Existenz beenden.

Bäume, die fallen, alt, jung, im Weg, auf dem Weg zu Papier zu werden, zu Möbeln, zu Zahnstochern, zu Sägespänen in Joghurt.
Mutationen, die geboren werden, Mutationen, die vergehen.

Gedanken, groß, mächtig, alles verändernd.
Jetzt.
In diesem Moment. Alles verändernd. Vergessen.

In diesem Moment.
Mord.
Waffen. Schießen.
Waffen, Stechen. Schneiden, Schlachten.
Folter.
Vergewaltigung.
Qual.
Schmerz.
Grauen.
Kameras, die das Filmen.
Augen, die darauf starren.
Schwänze, erigiert.
Schwänze, spritzend.

Jetzt. In diesem Moment.
Geschieht alles.
Restlos alles.
Augen, die starren.
Augen, die lesen.
Augen, geschlossen.
Lippen, die Lider berühren.
Sanft.
Weich.
Voller Liebe.

Jetzt.

Zeit

3 Gedanken zu “Jetzt.

  1. jetzt und immer
    schlimm und schlimmer
    sex and crime
    unter unserer
    außenhaut
    sind wir
    alle
    gleich weich
    Knochen und schleim
    leise laut leidend
    uns herzend
    ausweidend
    wir lachen wir weinen
    wir greinen wir träumen
    wir wollen
    für die
    dauer einer
    lebenslänglichen
    weile
    miteinander eilen
    lauernd eine Art
    von Dauer einräumen
    Hängen zusammen
    jammernd in seilen
    wollen so
    groß und unsterblich
    sein
    bleiben
    füreinander
    offen, verletzlich, klein
    teilen das leid
    wie Brot und Wein
    finden trost
    lebenslos geht
    stoß auf stoß
    immer wieder
    aufeinander los
    statt aufeinander zu…
    im Kraftfinden
    selbst im Schinden
    für ein geliebtes Du
    liegt eine Art
    von Beständigkeit
    eine zärtliche Ruh‘

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