Profilneurose

Ich gönne mir einen kleinen Spaß.
Oder sollte ich sagen, man gönnt mir einen kleinen Spaß?

Ich betreibe parallel zu diesem kleinen Blog einen Auftritt (haha) bei Google+.

Google+, kennt das jemand?
Das ist die digitale Version einer verlassenen Westernstadt, in der anstelle von kleinen abgerissenen Gebüschen eiernde @ Symbole durch die Hauptstrassen kugeln oder wegen mir googeln.

Die Inhalte von foodandwineporn werden von mir ebenfalls auf meiner Google+ Adresse veröffentlicht.
Als Teaser, mehr nicht.
Keine Ahnung, warum ich das tue.
Der Statistik von WordPress zufolge generiert Google+ so in etwa 0,02% meiner Zugriffe auf foodandwineporn.

Ein absolut lohnenswerter Aufwand, auch gerechtfertigt durch die sagenhafte Zahl von, meine Damen und Herren, bitte schnallen Sie sich an, von sieben Followern.

Aber nun gut, nicht alles will verstanden sein.

Der Spaß beginnt hier an anderer Stelle.

Zumindest der kritiklose Statistikverliebte, so einer bin ich Wendehals nämlich auch mal ganz gern, wenn es mir dienlich ist, der Statistikgeier in mir liebt Google+.

Ein Blick auf mein Profil erklärt auch warum und ich bitte darum, das Wörtchen „kritiklos“ hier absolut wörtlich zu nehmen.

Ich betreibe diese Zweitveröffentlichung seit rund 7 Monaten und in dieser Zeit habe ich geschmeidige 197.000 Zugriffe auf meinem Google+ Profil generiert.

Grandios, nicht wahr?
Und das Schönste, ich weiß nicht warum, ich weiß nicht wer, ich weiß nicht wie.
Ich halte es für einen Zählfehler, die Profile der Wenigen, von denen ich weiß, dass sie eines betreiben, dümpeln bei wenigen Hundert, manchmal wenigen Tausend Zugriffen herum.

Meines hingegen wächst pro Woche um Vier- bis Fünftausend Zugriffe.
Steady as a clock.

Ja, schaut mich an. Das ist doch was.

Aber, pst, rücken Sie mal näher.
Ja Sie, na, überwinden Sie mal meine Distanzzone und die Ihre und machen Sie es sich kuschlig nah bei mir.
Kommen Sie mal aus der Sie Zone in die Du Zone.

Ich verrate Dir was.
Ich habe keine Ahnung, was da schief läuft.
Ich bin nicht verantwortlich für 197.000 Zugriffe.
ich war es nicht und irgendwie finde ich es auch ein wenig bedrohlich.
Ich hab Angst.

Wer ist das?
Bin ich jemandes Fetisch?
Der oder die mich aus dem verborgenen Tiefen des Internets begehrt?
Klickert sich da jemand Einen?
Ich versteh es nicht.

Ist Google fehlbar?
Bin ich, ist mein Profil ein Rechenfehler?
Hat der Praktikant wieder gepfuscht?

Ich bin verunsichert und bitte um Erläuterung.

Denn als ein wenig bedrohlich empfinde ich das schon.
Internetstalking oder so.
Ein Feedback, das wär doch mal was, eine kleine Anmerkung, ein Zeichen.

Profilneurose

45 Gedanken zu “Profilneurose

  1. Als Technischer Analphabet verstehe ich hier nur Bahnhof / und hoffe ich kann in 10 Jahren noch ein Telefon bedienen / oder brauche ich dann erst ein Google-Fon Talk Konto mit Profilhinterlegten IDADaten / und beim Müll raus bringen ist wieder keiner da meiner 7888433224 Follower / und das Passwort für den Restmüll hab ich vom Nachbarn.

    Aber ihre Geschichte klingt wichtig.

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  2. Das ist vermutlich solch ein automatisiertes Ding, – ich weiß nicht, wie es heißt. Es sucht nach bestimmten Begriffen oder schmeißt Deine Adresse raus, wenn bestimmte Begriffe gesucht werden. Und wenn Du da ein „Porn“ auf Deiner Seite hast, dann ist es das vielleicht. Aber: Nix Genaues weiß man nicht. Viel Freude an den Zahlen. Jetzt hast Du endlich mal drüber geschrieben. Toll! Du hast es geschafft. 🙂 Schönen Tag Dir!

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  3. google+ gibt’s das echt noch ? die haben doch 10.000 Leute entlassen neulich … ?! Viel Erfolg bei der Suche dort weiterhin ! Bin ich jemandens Fetisch ? ! Das ist gut 🙂 Hey das will ich auch 🙂

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  4. Isjaschongut. Hätte ich mir ja denken können, daß sie draufkommen als Statistikfetischist. Erwischt. Mir reichte die Stalkerei hier bei WP nicht und so gugelpluste ich Sie ein wenig. Statt geschmeichelt zu sein, stellen Sie mich hier bloß. Mannmannmann, ich dachte, Sie fühlen sich gebauchpinselt, Herr Faktoid. Tschuldigungnuschelnd, Ihre Frau Knobloch.

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  5. Ich bin es nicht! Diesen Blog abonniere ich über WordPress.
    G+ mag ich, ich finde es wesentlich aufgeräumter als Facebook.
    Aber wie da gezählt wird, erstaunt mich: die Zahl der Abonnenten steigt bei mir und die der Leser sinkt. Weil nicht mehr liest, wer abonniert?
    Und die spamstatistik schwankt: im Oktober hatte ich lange Zeit 15 Spamkommentare, jetzt sind es nur noch 3.
    Wahrscheinlich wurden mir 12 abgezogen und deinen Lesern zugerechnet.

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  6. Also, ich glaube mich erinnern zu können, dass ich auch schon mindestens 1 mal auf deinem Profil dort war 🙂 Ich habe mich letztes Jahr im Juli bei G+ angemeldet und dem Ganzen dann nach 6 Monaten wieder den Rücken gekehrt, weil es einfach nicht so recht zu mir passt. In der kurzen Zeit habe ich dort mehr als 200 Follower bekommen, das sind mehr als ich in meinem Blog habe, doch ich habe auch sehr schnell gelernt, dass diese Zahl dort überhaupt nichts bedeutet und die Interaktion mit den Inhalten umso geringer ist, je mehr Follower jemand hat.

    Ich hatte bei G+ immer deutlich mehr Aufrufe meiner Bilder als anderswo, was in manchen Fällen schon ans Absurde grenzte. Ein körniger Handyschnappschuss von meinem Weihnachtsgeschenk, dem TLR Modellbausatz, wurde innerhalb des ersten Tages 20000 mal angeschaut, bekam über 100+ (Likes) und ich weiss nicht mehr wie viele Kommentare. Da hab ich nur gedacht: Im Ernst Leute? Zum Vergleich dazu: mein Blog hat in 3 Jahren noch nicht mal 30000 Seitenaufrufe verzeichnet, mein G+ Profil in 9 Monaten schon mehr als das 10fache und ich bekomme immer noch neue Follower, obwohl ich seit 3 Monaten nichts mehr poste.

    Ein paar Mal habe ich auch schon darüber nachgedacht, vielleicht einfach nur meine Bloglinks dort zu teilen bzw. mein WordPress-Profil zu verknüpfen, aber aus Erfahrung weiss ich, dass es nicht notwendigerweise mehr Traffic bringen wird. Weil G+ Nutzer alles direkt und einfach verfügbar haben wollen, Bilder werden immer viel geplusst und kommentiert, externe Links aber so gut wie nie beachtet, auch nicht von Leuten, die zehntausende oder sogar mehr als 1 Million Follower haben. Wenn Du zusätzlich zu den Links auch Fotos dort teilen und diese noch einem der zahllosen Daily Themes zuordnen würdest, wäre deine Followerzahl und Statistik mit Sicherheit sehr schnell um ein vielfaches höher, daran habe ich keinen Zweifel.

    Naja, jedenfalls war mir das ganze Gehabe dort irgendwann einfach zu blöd und auch viel zu zeitaufwendig. Mein Blog ist für mich einfach der perfekte Ort, an dem ich meine Texte und Bilder nicht nur teilen will, sondern dies auch genau so tun kann, wie es mir gefällt, ohne Standardlayout etc. Und wenn nur 5 oder 10 Leute sich die Zeit dafür nehmen, ist das völlig in Ordnung. Ich freu mich über jeden einzelnen.

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    • Mein Google+ Profil ist vollkommen ungepflegt.
      Und so bleibt es auch.
      Sollten zwei, drei Follower dazu kommen, erwäge ich ein Überdenken, aber bis dahin, ist es lediglich amüsant, den stetig steigenden Zugriffszahlen zuzusehen.
      Hat was 🙂

      Kommentare freuen mich jedoch viel viel mehr.
      Danke fürs Lesen und Schreiben.

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    • Ein feiner Kommentar, der mich ein weiteres Mal davon überzeugt, was die kreuz&quer Verknuddelei von Tante Guurgel in der Realität bringt.
      Ich bin mit meinem Blog aus diesem Zwangsverlinkungshaus ausgezogen hierher zu wp. Ich bin mal gespannt, was sich verändern wird.
      Samstäglichschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

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  7. GooglePlus ist dann nicht langweilig, wenn man Menschen folgt, die man interessant findet und sich an Diskussionen beteiligt über Themen, die einen interessieren,

    Hab dein Profil gesucht und gefunden (warum verlinkst du das hier nicht?) und mal geschaut, wie die hohe Aufrufzahl zustande kommen könnte in „nur 7 Monaten“. Dabei hab ich die „Scrapbook Photos“ gefunden, ein Dienst, der offenbar deutlich älter ist als Google+ – und dort reicht deine Präsenz mit Fotos bis ins Jahr 2006 zurück! Vermutlich zählt also jeder Aufruf eines solchen Fotos mit.

    Mehr zur Aufrufstatistik hier:
    http://www.smo-handbuch.de/001201/die-neue-google-aufrufanzeige-ein-wichtiger-meilenstein/

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    • Interessant.
      Danke fürs Recherchieren.
      An den sechs Bildern des Scrapbook, von denen nur eines wirklich alt ist, wird es wohl auch nicht liegen.
      Und nein, langweilig finde ich GooglePlus nicht, es ist nur nicht meine digitale „Heimat“.

      Ja, warum verlinke ich das Profil nicht?
      Es erscheint mir nicht wichtig.

      Ich mag die Leser lieber auf meinem WordPress Blog, als dass ich sie davon weglotsen möchte.
      Hier ist meine Präsenz.

      Google nutze ich in Form von Mail, Docs und Picasa und endlosen Mengen Speicherplatz.
      Der Plus Service, den ich ganz nett finde, nutze ich nicht, ebenso wenig wie Facebook.

      Roland Düringer, Schauspieler und vieles mehr, hat vor einiger Zeit seine Abkehr vom Internet erklärt.
      http://www.gueltigestimme.at/index.php/die-geschichte
      Ich kann das nachvollziehen, reduziere zumindest meine soziale Präsenz auf WordPress.
      Der Rest läuft praktisch ungepflegt mit.

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