Reise, Reise…

Die Zeit.
Könnte er zurückkehren, in die Vergangenheit.
Wohin würde er reisen, in seiner eigenen Zeit, in seiner eigenen Entwicklung?
Welche Momente würde er aufsuchen, mit dem Wissen, um ihn, das, was er heute ist, wann würde er anfangen es anders zu machen?

Wie früh wäre früh genug, um das zu korrigieren; die im Heute festgefahrenen und verfahrenen Richtungen, die er wieder und wieder eingeschlagen hat, zu berichtigen, vom falschen auf den einzig richtigen Weg zu leiten?

Welche Worte würde er wählen, um sie an sich selbst, sein jüngeres Selbst zu richten?
Würde er sich glauben?

Würde er versuchen, Fragmente seines späteren Ichs mit in die Vergangenheit zu nehmen, als Beweis für das Scheitern, dass, wenn sich nichts sich in den Weg stellen würde, unweigerlich seinen Anfang nehmen würde und ohne Unterlass bis ins Heute stattfinden würde.

Wären es die Briefe, die andere ihm geschickt haben?
In denen seine Widersprüche so oft Thema waren?
Wären es seine eigenen Tagebücher, die schon in jungen Jahren aufzeichneten, was auch Jahrzehnte später noch Gültigkeit haben sollte?

Die Narben, die ihn zeichnen, die könnte er nicht vorzeigen, sind sie doch alle in Ihm, treten nur zum Vorschein, wenn es für klärende Gespräche zu spät ist.

Hätte er eine Zeitmaschine, welches Wann wäre es?
Das seiner frühen Jahre?

Wäre nicht er sein Ziel, sondern die, denen er ausgeliefert war, denen er überlassen war?
Wären seine Worte an sie gerichtet, darum bittend, es anders zu machen, es besser zu machen?

Ihn aus der Hand an andere zu geben, die, wenn sie ihn schon nicht lieben, so doch mit Achtung und Aufmerksamkeit versorgen würden?
Wäre das eine Richtung, die einzuschlagen sich gelohnt hätte?
Wäre es genug, die Weichen neu zu stellen, in ein besseres Ich?

Oder gälten seine Worte und Warnungen, seine Ratschläge und Weisheiten, die er sich teuer erworben hatte, nur ihm selbst, dem Jungen, der er einst war.
Der ihm, sein Geist war immer groß, immer getragen von dem Unglauben, dass dies, was ihm widerfuhr nicht alles sein sollte, der ihm aufmerksam zuhören, ihm glauben, ihm vertrauen würde, im verstehen, dass dies der Strohhalm ist, der einzige, der ihn selbst vor dem Untergang bewahren würde.

Sag nicht, dass Du es besser wüsstest, wenn nicht mal ich es weiß.

Weichen

3 Gedanken zu “Reise, Reise…

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