mein schlechtes Gewissen…

Hat sich das mal jemand angesehen? Damals, im Fernsehen?

Gut, der liebe Gottfried ist in manchem verschroben, ich sage nur Abspülen mit Molke.

Aber:
Ich mag seinen An- und Ausfall, wenn er, zu Recht, zornig auf den Journalisten einhackt und ihm vorhält, dass sein Brunnen leer, bzw. der Pegel abgesunken ist, weil so einer sein Wasser beim Zähneputzen laufen lässt.

So einer wie ich, zum Beispiel.
Wie oft lass‘ ich gedankenverloren das Wasser laufen und bekomme dann, dank Gottfried, ein schlechtes Gewissen und drehe den Hahn schnell zu.

Ich mag ihn, den Eremiten, der so ganz in seiner Welt lebt.
Ein Privileg ist das, so wie er leben zu können.

Er weiß jeden Tag, was er zu tun hat. Immer ganz nah bei sich.
Nicht dieses Meta Ding, Arbeiten, um Geld zu verdienen.
Sondern Arbeiten um zu (über)leben.
Das gefällt mir.

Gut, das Molkeding müsste ich nicht haben.
Aber den Kick ins Bewusstsein zum Umgang mit begrenzten Ressourcen schon.
Den habe ich gebraucht.
Brauche ich immer wieder.

Ich bin froh, dass in meinem Garten ein Brunnen steht, der zwar kein Trinkwasser, so doch zumindest Wasser für die Pflanzen hat.

IMGP2434
Leitungswasser um die zu bewässern wäre Irrsinn.

Schade, auf dem Nachbarsgrund standen bis letztes Jahr einige Bienenstöcke.
Die Bienen sind alle verreckt.
Und für einen neuen Stock hat wohl das Geld gefehlt.
Es ist ruhiger geworden hier, mich besuchen nur noch dicke Hummeln und die fallen über den Lavendel her.

Auch wenn wir wohl nach dem Tot der Bienen nicht den Löffel abgeben werden, so ist der Einfluss der Biene auf Nutzpflanzen und deren Bestäubung signifikant.

Ich habe dem Imker, der ab und an geläutet hat, nie etwas abgekauft.
Ich bereue das heute.
Das und vieles mehr…

2 Gedanken zu “mein schlechtes Gewissen…

  1. Karla(8) und ich haben uns den Film gerade angesehen. Diese Lebensweise nenne ich konsequent. Trotzdem hat uns der Kameramann oft leid getan…….Hut ab, da übernimmt jemand Verantwortung.

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    • Ach, der Kameramann.
      Ich glaube, so naiv war er nicht, er wollte nur ein Resultat, einen Ausbruch provozieren.
      Der Gottfried macht das schon gut.
      Ich glaube, er ist ein interessanter Gesprächspartner. Ich würde gern mit ihm reden und seine Vorstellungen vom Sein kennen lernen.

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