Entscheidungen

Der Moment, wenn Gewissheit besteht.
Wenn es nichts mehr zu deuten gibt.

Wenn die Konsequenzen getragen werden müssen, gewollt oder nicht, das ist nur Nebensache.

Wenn die Brücken, die niedergerissen wurden, die weite Täler überspannten, in langer Zeit erbaut, mit wenigen Treffern zerstört und nicht mehr erneuerbar sind.

Das Band, geschlossen um Brust, geschnürt um den Hals, der verschlossen und in sicherer Erkenntnis nur noch soviel hindurch lässt, dass es zum Überleben langt.

Gelegenheiten.
Versäumt, verpasst, ignoriert, vermieden.
Nichts gelernt, nichts begriffen.

Erkenntnisse, die nicht sickern, Erkenntnisse, Blitzen gleich.
Eindringlinge, ungebetene Gäste, die Überbringer der schlechten Nachricht.
Der Nachricht, dass es hier und jetzt endet sickert durch, wandelt sich von Botschaft zur Erkenntnis.

Der Weg, zurück in sichere Gefilde, dorthin, wo der Bach noch ruhig fließt und sichere Furten ihn durchschreitbar machen, dorthin führt kein Weg mehr.
Reissender Fluss, hat Erinnerungen an bessere Zeiten, das Gefühl dort verweilen zu wollen mit sich fortgespült.

Zeit ist kein Faktor.
Zeit heilt nicht alle Wunden.
Vielleicht enden die Schwären, trocknen aus und vernarben.
Vielleicht das.

Wenn selbst der Blick zurück nur Schrecken verheißt, wenn der Wunsch zurück ein einsamer ist, die Brücken zerstört sind, dann ist die Zeit für Erkenntnisse gekommen.

Und für das Handeln.

Regen

8 Gedanken zu “Entscheidungen

  1. Und doch braucht es manchmal Verbrennung, damit neues Entstehen kann. So unsichtbar es in dem Moment scheinen mag. Und doch hilft es manchmal den Blickwinkel zu ändern um den Anfang im vermeintlichem Ende zu sehen. Den Sinn zu finden, Energie zu schöpfen um einen neuen Weg zu finden. Im Schmerzhaften doch das Gute zu sehen, wie ein kleiner hellgrüner Keim, der auf oben benannter verbrannter Erde auf einmal eines Tages entsteht. Und wenn auch Zeit keine Wunden vielleicht verheilt, jedoch hilft sie, aus unschönen Narben feine Muster nur noch zu hinterlassen, die einen Blick für den Weg ein wenig schärfen. Man muss es nur zulassen.

    Happy day for you… 🙂

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  2. Dieser „schwere“ und dennoch wundervolle Post erinnert mich an eine Karte im Tarot.
    Ɖιɛ Ħσнɛρяιƨтɛяιи:
    „Sie ist die Hüterin verborgenen Wissens. Sie wirkt passiv, meditierend.
    Doch an ihr kommt niemand vorbei. Wer wie sie die Stärken und Schwächen seiner Seele kennt, besitzt große Stärke. Diese Karte steht für Intuition, das verstehen der inneren Stimme,für Hoffnung und Heilung“

    Dieser Text ist so tief, sogar im Gesicht hab ich Gänsepälle!

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