Dinge in meinem Kopf

Musik, leise, dennoch präsent, von außen zugeführt. Mit großer Wirkung, den Herbst untermauernd.
Melancholisch, dennoch gewünscht.

Gedanken, stets vorhanden, zahllos, träge rotierend, aufblitzend, in der Tiefe verschwindend, wiederkehrend.

Ein Raum voller ungeliebter Gedanken. Platzhalter für Unerfülltes, Verdrängtes. Baustellen voller unerledigter Aufträge.
Aufträge, die ich mir selbst erteilt habe und versäumt habe, sie rechtzeitig abzuliefern.
Stolpere über Pläne, die längst gemacht, genehmigt und in die Ecke gestellt wurden. Große Bögen voller Geniestreiche.
Unerledigt, verknittert, nicht mehr der Rede wert.
In Bedauern totgeschwiegen. Verfallen abgelaufen.

In meinem Kopf Bilderrahmen, Pläne, Fetzen, Leinwände, Klänge, träge, Monden gleich, ihre Bahnen ziehend. Ohne Ziel. Zuverlässig nur ihre Wiederkehr. Nie verblassend.

Ohne Entscheidung kein Ende in Sicht.

Mit großem Entsetzen die eigene Postion in diesem Reigen bestimmend, beklemmt, von Lähmung ergriffen, in Starre verharrend.

Allmacht der säumigen und verpassten Gedanken, euch zu brechen, euch zu bannen.

Lebensaufgabe, die mir gestellt und der Erfüllung harrt.
Diese hat kein Ablaufdatum, diese ist ohne Verfall.
Diese ist Wegmarke und Leuchtturm, Ankerpunkt und sicherer Hafen.
Diese verheißt zu Recht Erfüllung und Frieden.
Scheiss Sisyphos, geh’ Steine klopfen.

http://janemcadamfreud.com
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5 Gedanken zu “Dinge in meinem Kopf

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