Augen…

Augen, die sehen.
Licht, Farben, Muster.

Schlafende Kühe auf Weiden.
Nüstern, aus denen Dampf entweicht.
Wolken aus Atem werfen sanfte Schatten über das glatte Fell.
Schwaden, sich verwirbelnd, vergehend.

Eidechsen, huschend, über Steine.
Fische, schwebend im Blau.
Sporen, Kapseln, sich wiegend im Hin und Her der ewigen Strömung.

Licht, Schatten, Blätter, sich wiegend im Wind.
Grün, unbändig lebendig.
Kleine Käfer, Zweige emporkletternd.
Unbeirrbar, wenn sie straucheln.
Zielsicher, ohne Zweifel.

Augen, die sehen.
Trümmer, Uhren, Gliedmaßen.
Waffen.
Huren.
Kinder.
Kinder, die Huren sind.
Kinder, die Waffen tragen.
Kinder, die andere Kinder zu Huren machen.

Augen, die sehen.
Alles.
Ohne Filter.

Einfallstore, ohne Wächter.
Kein Türsteher.
Keine Grenzen.
Ein Moment, die Augen geschlossen, nur Pause, nur Unterbrechung.
Licht wird einfallen, Formen, Farben, Muster bilden.
Zeigen, was gesehen werden muss.

Augen, die sehen.
Das kleine Wesen, eingerollt, schlafend.
Sich vor nichts fürchtend.
Denn Du bist da.
Achtest auf sie, die kleine Weggefährtin.

Augen, die sehen.
Blüten, voller Farbe.
Voller Pracht.
Weit, geöffnet.
Weich, voller Saft.
Wohlschmeckend.
Nährend.
Leben gebend.

Augen

Was gesagt werden muss...

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s