Irrweg

Irrwege.
Pfade ins Nichts.
Von Irrlichtern gesäumt.
Hoffnungsvoll betreten.
Blüten, prächtig, groß,
Früchte, saftig, prall,
säumen den Weg.

Hinter der ersten Reihe, die Dornen und Ranken, die,
die schon lange im Kampf gegen das Schöne,
ihr Werk verrichten.

Umschlingend und würgend,
den schmalen Rest
des schönen Scheins,
der rechts und links des Irrwegs
seine verführerische Pracht erstrahlen lässt.
Den schmalen Rest
in stumpfes Braun,
in kahles Gestrüpp verdorren lässt.

So schön sah er aus,
der schmale Pfad.

So in die Irre,
in das wüste Land
hat er mich geführt.
Es waren meine Füße,
von meinem Willen beseelt,
diesen Weg zu gehen.

Der Weg,
so schmal.
Umkehr, unter Schmerzen.
Nesseln und Dornen,
bohrend,
in weiches,
warmes Fleisch.

Das zarte Weiß
mit roten Striemen
und Rissen durchzogen.

Zerschlagen, geschunden.
Vernarbt und verwundet.
Gebeugt und ohne Kraft,
der Stärke beraubt.

Der Weg zurück,
umso vieles schwerer,
Spuren, die bleiben.
Zeugen, des Irrtums,
des Fehlers,
des Scheiterns.

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