lies mich

am Morgen, bevor der Tag beginnt.
Wenn Farbe noch mit grau überzogen ist.
Wenn Stille in Dir und um Dich ist.

Wenn der Blick in die Ferne im Nahen verblasst.
Im Dunst, der Dich umgibt.

Wenn Luft noch kalt und klar ist.
Das Atmen geht tief.
Ein. Aus. Ruhig.

Kleine Gedanken, die kommen und gehen. Fragmente.
Bilder, real und luzid in Einem.
Der Kopf spielt einem Streiche.
Wohlmeinend.
Freundlich darauf wartend, dass das Begreifen einsetzt.

IMGP2304-001

Die Seite ist gewechselt.
Statt zu lesen, schreibe ich, für die, die lesen wollen.
Ein Privileg.
Danke, liebes Ich, dass Du mich lässt.

Zeit: 07:05
Ort: Hier, immer hier…
Musik: Loscil – Submers

Anmerkung vom 2.9.2014:

geschrieben: vor einem Jahr.
Danke, an alle, die lesen, schreiben und kommentieren.

So viel Zeit, so viele Worte.
Mehr werden kommen, wenn ich kann.
Wenn die Zeit sie mir gewährt.
Stille ist es, die mir aus meinem Inneren entgegenbrandet.
Stille, der guten Art, die nicht in Worte gefasst werden möchte.

Auf bald, sicher auf bald.

16 Gedanken zu “lies mich

  1. Im September sah die Welt noch anders aus -:)))) auch ein früher Morgen, aber er klingt ganz anders, so daß ich mir wünschte, jeder Morgen begänne für Sie so…..-:)))

    when I wake up in the morning light…..ein Stimmungsmacher, der auch hilft…. auch wenn die Jeans manchmal kneift -:)))

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  2. Ich habe Sie tatsächlich lesenlieben gelernt, in der Zeit, da ich die Nächte querte. Queren mußte. Nach dem Rotampelverlachen und dem Einheizen des Öfchens im Florallabor. In meinem Rücken quoll ein neuer Tag auf und ich las Ihre Texte im Kerzenflackerschein. Sie und der Versteckte Poet waren meine Indentagbegleiter. Dafür danke ich Ihnen, lieber Faktoid. Schön, daß es Sie gibt. Hier und überhaupt. Ihre Frau Knobloch.

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  3. Ein sehr schöner Text, einer, der nicht versöhnt klingt, aber versöhnlich klingen will.
    Danke für den Dank, doch was wären wir ohne das, wozu andere uns inspirieren, oder wir auch sie.
    In den Blogs sehe ich manchmal, wie ein Thema wandert und immer wieder neue Ausdrucksformen findet, eine virtuelle Laola an die Kunst.
    Du senkst eine Weile die Arme, die Hymnen an das Leben singen in der Zwischenzeit die anderen weiter.
    Deine Stimme fehlt in dieser Zeit, doch Du sagst ja, Du kommst wieder.
    Konjunktiv (kämst) kommt nicht in Frage.

    Halt die Ohren steif,

    einstweilen einen
    lieben Gruß
    von der
    Karfunkelfee

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    • Danke für die lieben Worte.
      Er spiegelt die Stille der letzten Tage wieder.
      Seit einem Jahr schreibe ich fast ununterbrochen und eine Pause, so lange wie die der vergangenen Tage war für mich sehr deutlich.
      Ich habe nichts auf Vorrat geschrieben, nichts auf Halde.
      Heute vormittag kam noch einmal ein Text, eine Erinnerung, ein Fetzen und den kann man morgen lesen.
      Für mich ein Geschenk, zeigt es mir doch, dass noch immer etwas aus mir herauszuholen ist.
      Mal sehen, wer die virtuelle Laola weiterführt..

      Ein wenig ist es mir gelungen, mich dem Zwang zu entziehen unbedingt etwas schreiben zu müssen.
      Das tut gut.

      Ich sage: auf bald!
      Danke für alles.

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