Die Nacht

Und da sind da die, die um dein Haus herumschleichen, weil Sie Dir Angst machen wollen, Dich einschüchtern wollen,

weil sie ja einfach reinkommen könnten und da stünden sie dann und man hätte sich nichts mehr zu sagen, außer Vorwürfen vielleicht, weil Fragen, die würden nicht mehr beantwortet werden, die Zeit dafür ist vorbei und die kommt auch nicht wieder und das Leben, das zieht weiter seine trägen Runden, eiert ein wenig herum und fängt sich wieder. Du weißt, dass sie draußen stehen und warten und vielleicht auch Einlass begehren, aber und das sag ich Dir, aber, daraus wird nichts werden, merk Dir das, präge es Dir gut ein. Der Sommer ist vergangen, die Morgen sind wieder grau, manche Tage sind grau und wenn dann die Sonne durchkommt, dann ist es halt braun statt grau und das ist jetzt auch nicht so viel besser und eigentlich kümmert es dich nicht, weil nämlich ganzjährig Nachts alles grau oder schwarz ist und das ist auch gut so, weil ein wenig verlassen können muss man sich auch auf etwas, nicht wahr? Und das gibt dann schon auch eine Sicherheit, die Du Dir so sehr wünscht und die lässt Du Dir auch nicht nehmen. Auf die Nacht ist Verlass, das ist viel, sehr viel.

15 Gedanken zu “Die Nacht

  1. Ein dunkler und starker Text, nur scheinbar versöhnt mit der Nacht als verlässliche Bedrohung.

    Die Nacht verlangt nach Kraft und Aufmerksamkeit, selbst im Schlaf. Obwohl genau die selbe Nacht doch kräftigen und regenieren soll…?
    Nur in der Dunkelheit kann das Melatonin, das Schlafhormon gebildet werden, also braucht jedes Wesen, das einem Tag-Nacht-Rhythmus unterliegt die Dunkelheit zur Regeneration wie das Tageslicht zum Aktivsein.
    Eine kleine Fürsprache für die Nacht, die auch schön sein kann, wenn es draußen unwirtlich ist und drinnen geborgen und warm.

    Gern gelesen und wieder sehr tiefsinnig die Nachtassoziationen, die sich verlieren wollen und aufmerksam bleiben, weil keine Nacht ohne Gefahren für den Schlafenden ist…

    Lieber Gruß
    von der Karfunkelfee

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