Spinne

Die Spinne saß in ihrem Netz, feine Fäden brachte sie hervor.
Fäden, um Dich zu umgarnen, Dich auf die süßeste Art einzuwicklen, in ihre Pläne, ihr Gespinst, deinen Tod.

Die Opfer, reich an Zahl, wie Spindeln hingen sie in ihrem Netz, die feinen Fäden zu Kokons gesponnen, aus denen es kein Entrinnen gab.

Gelähmt, gefesselt, doch wach genug, dem eigenen Ende beizuwohnen hängen sie, die kleinen Opfer, vielfach selbst und frei im Willen in diese missliche Lage gebracht, hängen sie und warten, bis der Tod an ihnen sein Werk vollbringt, es endet, wenn sie, die hübsche Gespielin sie bis auf den letzten Tropfen aussaugt.

Die Spinne, so zart und fein in ihren Gliedern, so tödlich in ihrem Tun, so schrecklich schön, wie vorhersehbar verfängst Du dich, ganz frei und willig in ihrem Netz, berührst erst einen Faden nur, genießt das feine Streicheln auf deiner Haut, beschließt, dass ein weiterer Faden, ein Streicheln mehr, das gute Gefühl nur steigern würde.

Mehr ist schön, schön ist nie gut genug, mehr muss es sein und so gehst Du tiefer und weiter in das Netz hinein, legst Faden und Faden um deine Beine, die Schenkel, die Arme, die Hüften, genießt das Ziehen, den Widerstand, die Fesseln die Dich binden, wünscht, dass sich dich so ganz umschließen und siehst nicht, wer die Fäden spinnt, bist Narr und so voller Glück, dabei bist Du doch nur die kleine Fliege im Netz, die Beute, die Wegzehrung.

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