warmes Öl

Öl.
Warm, zäh, ein wenig klebrig.
Sein Kopf fühlt sich an, als wäre er eingetaucht in ein warmes Ölbad.
Seine Gedanken bahnen sich einen Weg, wie ein Schwimmer, der gegen den Widerstand der sämigen Flüssigkeit nur mit großer Kraft vorankommt.

Denken.
Gebremst, ausgebremst, entschleunigt, dann und wann auch einfach nur langsam und verschleiert.

Worte.
Ehemals schnell und leicht, koordiniert und präzise, scharf und schneidend, mit Wucht Kathedralen einreißend, taugen nichts mehr, suchen mühsam den Zusammenhang, versuchen einen Bogen zu spannen, der dann doch nur ins Nichts führt.
Sackgassen gleich, aus denen mühsam zurückgesetzt und umgekehrt und doch nur in neue tote Winkel manövriert wird.

Der Rest von ihm trotzt der Schwerkraft, das Öl bleibt, entgegen aller Gesetze über den Augen, nur der Hinterkopf noch, der schwer in diesem Bad liegt.

Darunter, manchmal Schwindel, Zucken und ansonsten nichts, und dieses Nichts macht Angst, spart es doch auch die Lenden nicht aus, und dort, kein Zucken mehr, kein schöner Schwindel, kein Sein im Hier und Jetzt, keine Flucht möglich.
Nicht mal das mehr.

Öl, im Kopf, in den Gliedern, viskos, lähmend.
Warmes Öl, auf der Haut, die Rinnen, die der Körper zeichnet,
hinab fließend, gut, erregend, befreiend.

neuronen

Was gesagt werden muss...

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s