04:17

04:17
Im Atmen deiner Haut,
im Schmecken deines Geruchs,
spürt er deine Nähe.
04:17
tiefste Nacht, frühester Morgen.

Distanz,
Entfernung,
voneinander,
auseinander,
seiner Selbst entzogen,
verflüchtigt.

In Gedanken bei Dir,
in Dir,
die Hände, starr,
berühren nicht,
was zum Greifen nahe ist.

Eine Handbreit,
Distanz,
so weit wie das Meer,
die Tiefe,
aus der kein Entkommen ist,
so voller Lauern,
so voller Mäuler,
voll mit scharfen Zähnen.

Das Reißen wird enden,
wenn vollbracht ist,
geendet wurde,
was enden muss,
wenn Knochen,
blank vom Fleisch,
von Muskeln,
der Sehnen entledigt,
befreit,
verschlungen,
in Kiefer,
die niemals satt,
niemals Frieden gebend,
immer zerren,
immer weiter in Fetzen zerbeißen,
bis der Mond,
der an klaren Tagen in die Tiefe dringt,
die kahlen Beine so schimmernd entblößt,
die Reste in fahles Leuchten taucht.

Keine Nacht ist so tief,
wie der Abgrund,
der in Dir ist.
Kein Rachen ist größer,
als der Schlund,
der Gedanken ausspeit,
die nur in tiefster Finsternis,
in dunkelster Nacht,
aus schwarzem Fleisch geboren werden.

tiefe Nacht

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