Angst und Sisyphus

Gewütet, um mich geschlagen, Schneisen, so tief, dass die Seele weint.
Herzen gebrochen, zerbrochen, zerrissen und herausgerissen.

Abgründe, aus denen kein Licht nach oben scheint,
die so tief sind, wie es eben nur die eigenen Abgründe sein können.

So schön, so einfach wäre es, wenn es denn nun vorbei wäre.
Wie nichtig, dass die Blätter auf dem alten Kalender verbraucht und vor einem wieder der dicke Packen liegt.
Der ewige Mythos des Sisyphus, der elende, an sich selbst scheiternde Wicht,
dem nie gelingen wird, was dem Betrachter das Zuschauen nicht wert ist.

Der Packen Papier ist wieder dick, die Blätter leer.
Die Geschichte will geschrieben, gelebt, durchlebt, manchmal vergessen, manchmal nicht enden dürfen.

Soll es nur kommen, was immer im Tiefsten schlummert.
Mich ängstigt es nicht und Du nicht und niemand.
Nur vor mir hab ich Angst und immer wieder ein wenig mehr.

Und das ist gut so.

totes Herz

Ein Gedanke zu “Angst und Sisyphus

  1. Und wenn der dicke Packen nun unerwartet Schönes enthält? Wenn sich zwischen den Umblätterseiten Hoffnung, Lust und Freude versteckt hält? Und klammheimlich der Angst die Flügel stutzt? Vielleicht dem Schwarzkohleblick die Dichte nimmt?
    Mein lieber Faktoid, ich schätze Sie und Ihre Tiefe sehr und wünsche dennoch ein wenig Leichtigkeit.
    Aufrichtig zugetan, Ihre Käthe.

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