Der Schwamm – Gedanken 2

Der Moment, wenn neue Erkenntnisse Einzug halten,
wenn das Lernen beginnt.
Da ist etwas, dass den Blick auf sich lenkt, worauf Du den Fokus setzt und Du willst es wissen und begreifen und lernen und lernen.

Schon lange hast Du verstanden, dass Theorie nicht das Deine ist, dass lesen nur zu deiner Unterhaltung da ist, aber niemals, um etwas zu begreifen.
Nur manchmal Mittel zum Zweck, etwas nachzuschlagen, dass Du anderswo nicht zur Verfügung hast.

Im besten Falle geht, während des Lesens eine Türe auf, die bisher verschlossen oder nicht einmal wahrgenommen war.
Da gehst Du durch und freust Dich, auf das, was da für dich bereit liegt, nimmst es gerne und machst es Dir zu Eigen.

Wenn Du lernen willst, dann bedeutet das für Dich, dass Du einen Meister brauchst, einen, der Dich zuschauen, abschauen lässt.
Einer, der sich die Zeit nimmt, Dir zu zeigen, wie die ersten Handgriffe getan werden müssen, damit Du, es ist ein leichtes, von da aus deine eigenen Wege gehen kannst.

In der Unfähigkeit, sich Wissen anzulesen lag so lange ein Fluch, bis Du es zu deinem Vorteil gemacht hast, den Zeitraum, den andere für mühseliges Sichaneignen aufwenden mussten, für besseres, einen Tagtraum, einen Spaziergang, einen Schlaf verwendet hast.

Für Dich war es immer nur schwer, den Meister zu finden, der sich die Zeit nahm, dich an die Hand zu nehmen, Dir den Einstieg zu gewähren.
War das vollbracht, war diese Hürde genommen, gab es kein Halten mehr, dann durftest Du den Schwamm füllen, ihn gierig wieder und wieder eintauchen, dann warst Du im Fluss und der war rasend und schön und all die Dinge am Rande deines Blickwinkels waren verschwommen und dorthin, wo der Fluss Dich tragen würde, da warst Du noch nie und es war so schön und neu und prachtvoll.

wild und ungezähmt

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