Im Schatten, dein Feind

Die dunklen Bereiche.
Bei Anbruch des Tages noch tief verborgen.

Später, wenn der helle Tag, durchflutet von Licht seine Stunden hat, sind es nur noch die Nischen.

Finstere Ecken, aus denen die Schatten nicht weichen wollen.
Abgänge in Keller, Stufen, die immer feucht und glatt bleiben,
auf denen man vorsichtig hinabsteigen muss, will man nicht stürzen.
Wenn der Weg nicht vermeidbar ist.

Im Schatten lauern sie, Gedanken und Muster.
Immer bereit, dich zu umfangen, wenn Du strauchelst.
Sie warten auf ihren Einsatz, um dann furios das Ruder herum zu reißen.
Um die breiten und ruhigen Flüsse zu verlassen
und Seitenarme, die immer auch Sackgassen sind, anzusteuern.
Die Untiefen im Sinn,
immer das auf Grund laufen, das Leck schlagen, das Sinken.

Die Schatten sind Feinde des Lichts, Widersacher und Drahtzieher des Bösen.
In ihren Fängen lauert ewige Gefahr,
sich in ihnen zu verlieren,
für immer auf ihren Wegen wandeln zu müssen.
Nie ins Licht, immer nur tiefer ins Dunkel, in die Kälte, in das Verderben.

Die Schatten hassen den hellen und befreienden Klang des Lachens, anerkennen nur das Lachen des Zynikers, dass in dunklen Stunden, in schrillen Noten geschrieben und gesprochen werden muss.
Die Schatten lieben nur das höhnische Lachen, wenn anderen Schaden beigebracht wurde,
wenn Zuspruch durch Verachtung ersetzt wurde.

Meide die Räume, aus denen das Licht gewichen ist, kehr’ um und strebe ins Licht.
In ihren Fängen schwindet deine Macht, weicht deine Herrschaft über dich zurück.
Dort wirst Du von den Finsteren übernommen.
Keinen Frieden, keine Freundschaft, keine Liebe.
Davon ist im Schatten nichts zu finden

im Schatten

Ein Gedanke zu “Im Schatten, dein Feind

  1. Das Licht ist nicht immer unser Freund, lieber Herr mit Katze. Das Licht kann blenden und verbrennen. Dann suchen wir den rettenden Schatten. Und die finsteren Orte unserer Seele erschaffen wir selbst.

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.