Schnee und Stille

Aufwachen, in tiefer Nacht.
Zuerst ist es gut und die Augen sind offen und sehen nur Dunkelheit.
Dann das Nichts, dass immer näher heranrückt.
Der Schnee, der leise fällt.
Gedanken an Schnee und das Geräusch, dass das kleine Kristall erzeugt, im Fall und final, im Aufprall auf den Grund.
Wie mag es klingen? Das sachte Rauschen, der Luft, die während, das kleine Kristall hinabtrudelt, zwischen den scharfen Kanten hindurchstreicht?
Es ist so still draußen, in der Nacht, im Schnee ist es so still und die Stille schafft einen.
Das Rauschen der Gedanken, die Flut, das Zerren des Gedachten im Kopf, der nicht endende Strom.
Keine Stille.
Kein sanftes Trudeln.
Kein Säuseln.
Je ruhiger die Nacht, desto tobender der Sturm. In Dir.
Doch tief in Dir weißt Du, dass der verfluchte Schnee in tosendem Brausen herniederfällt, dass es nur die schlechten Ohren, das ewige Klingeln und Pfeifen, der Mangel an Feingefühl ist, dass dich die Stille nicht hören lässt.
Nacht, weiche zurück!
Geh!

kristall

10 Gedanken zu “Schnee und Stille

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