Geek Sunday

Das Internet.
1995

Musiksoftware.
1986

Es ist nicht einfach, die Faszination in Worte zu fassen, das Bewusstsein, wie extrem sich Technologie weiter entwickelt hat.
Die Aufzeichnungen zeigen Vorläufer des zeitgenössischen Internets, sprechen dabei die selben Warnungen aus, die heute noch genau so relevant sind wie damals – sorgsamer Umgang mit Kennwörtern zb. – zeigen Pioniere des Audio und Videostreamings, mit der Prognose, dass, falls, sagen wir mal 100 Internetteilnehmer ebenfalls ihre Inhalte streamen würden, dass Internet lahmgelegt wäre, ich wiederhole, DAS INTERNET… – Was heute wie eine amüsante Fußnote erscheint, verdeutlicht den eingeschränkten technischen Rahmen vor 20 Jahren.
Wer damals auf Dienste wie Compuserve zugegriffen hat, sich wie ein irrer Technikfreak vorkam, weil er sein 9600er Modem gegen ein 14400er ausgetauscht hat, nur zur Erläuterung, dass sind 14400 bit pro Sekunde, gängige Internetanschlüsse von heute transportieren 20 Million bit pro Sekunde… , wer die Freuden einer EGA Grafikkarte noch erleben durfte, die sage und schreibe und ich mache keine Scherze – 16 Farben, ich wiederhole und schreibe es aus, sechszehn (!) Farben gleichzeitig darstellen konnte und dafür ein Vermögen ausgab, Zahlen liegen mir nicht vor, aber es war teuer, dessen, liebe Leserin, lieber Leser, sei dir sicher, wer diese Freuden erlebt hat, kann das Ausmaß des Fortschritts im Ansatz begreifen…

Ich nenne einen kleinen Apple Laptop mein eigen, auf dem eine Musiksoftware – Ableton Live – installiert ist, verwende anstelle einer Klaviatur einen 8 x 8 Tasten Controller – Push. Die Möglichkeiten sind unendlich. Die Kosten, na sagen wir, überschaubar.
Für meine übrigen Bedürfnisse verwende ich ein Google Chromebook, dass mir Zugang ins Internet, zu meiner Blogsoftware, Audio und Videoinhalten ermöglicht, dabei nur wenig mehr als ein Kilo wiegt und nur 250 Euro gekostet hat und beinahe zehn Stunden ohne Stromanschluss funktioniert. Ich finde das beeindruckend.
Ansonsten verfüge ich noch über drei weitere Rechner, die strategisch über das Haus verteilt sind, ich bin faul und will, falls die Muse mich küsst, nicht weit laufen. Die Rechner sind als, teils seit Monaten im Standby Betrieb und stehen sofort zur Verfügung.

In 5 Jahren werde ich mehr als nur lächeln darüber, so viel Technik herumstehen zu haben.
Sollte es zu meinen Lebzeiten noch möglich sein, sich die Grafikausgabe meines Computers in den Sehnerv induzieren zu lassen, analog, die Tonausgabe in den Hörnerv, werde ich den Eingriff vornehmen lassen und bin bereit jede Wette einzugehen, dass das in 25 Jahren ein gängiger Standard ist, wenn wir uns bis dahin nicht alle weggesprengt haben, ich wiederhole: Jede Wette – ibrain… whatever.

Vielleicht macht sich der ein oder andere den Spaß und klickt in die Videos hinein und entdeckt das ein oder andere faszinierende Detail aus den Anfangstagen des populären Computergebrauchs…

2 Gedanken zu “Geek Sunday

  1. „Ansonsten verfüge ich noch über drei weitere Rechner, die strategisch über das Haus verteilt sind, .. “
    Da musste ich gerade sehr darüber lachen. Also doch die Villa. ^^
    Die Vorstellung, dass man seinen Körper mit der Technik verbindet finde ich enorm gruselig und ich hoffe, dass das niemals möglich ist, auch ohne das wir uns weggesprengt haben.
    Dir einen schönen Sonntag. 🙂

    Gefällt mir

    • Ja, der Ostflügel ist noch immer ein wenig untertechnisiert, macht aber irgendwie auch Sinn, die Gegenstromschwimmanlage, die ich ein wenig für Wildwasserkajakfahrten gepimpt habe, schwappt und da leidet das Interieur doch ein wenig.
      Und die Zukunft betreffend:
      Heute sind es Herzschrittmacher, Insulinsonden und andere Dinge.
      Fitnesstracker werden heute auf der Haut und in Bälde unter der Haut sein. Die Pornoindustrie wird vollkommen neue Bereiche erobern und der Weg an sich ist vorgezeichnet. Zeit ist ein knappes Gut und die Entwicklung geht ihren Weg.

      (meine Güte, das waren mal gepflegt gefühlte 29 Rechtschreibfehler, die ich gerade nachträglich korrigiert habe… dafür steht noch immer nur dumme Software zur Verfügung.. wenn man nicht alles selber macht…)

      Gefällt 1 Person

Was gesagt werden muss...

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s