intrinsische Motivation

Der Begriff intrinsische Motivation bezeichnet das Bestreben, etwas um seiner selbst willen zu tun (weil es einfach Spaß macht, Interessen befriedigt oder eine Herausforderung darstellt).

Triebfeder.
Und nein, Spaß ist nur ein winziger Teil, die Herausforderung, etwas zu bewerkstelligen, etwas Gestalt annehmen zu lassen, die ist groß.
Wobei, bei genauerem Nachsinnen, gibt es so Einiges, dass erheblichen Spaß macht, nur um seiner selbst willen einen angenehmen Teil des Seins ausmacht, sofern man nicht durch den Wirrsinn des Zölibats davon Abstand zu nehmen genötigt ist.

Der Wunsch etwas um seiner selbst wegen zu schaffen, damit es Raum einnimmt, im eigenen Leben und Bewusstsein, vielleicht auch im Leben anderer einen Platz findet.

Klänge, nur um ihrer selbst willen, aus elektronischen Oszillatoren gepresst, gedengelt, zu Flächen flach, tief, weit geformt und in den Raum geworfen, Schichten, Echos, Phasen, verschoben, gedreht, in Schwingung versetzt und fundiert von Bässen, so tief, dass man dem Schwingen der Membran des Lautsprechers, der sie wiedergibt mit bloßem Auge folgen kann.
Ein Genuss, eine Stunde, zwei vielleicht, abtauchen, verschwinden, sich auflösen, Raum und Zeit, uninteressant, verschwommen, eins.

Geschichten, Gedanken, Träume, Geiselnehmer des Geistes, und in Vorfreude auf stockholmsche Zuneigungen, in Zuneigung dem vermeintlichen Entführer zugewandt, verfolgst du die Wendung, formulierst du das, was kommt vor, nur um dich genasführt reumütig wieder dem Geist des Verfassers zu unterwerfen, dessen Gedanken du einlassen musst, weil du selbst, sie nicht zu denken vermagst.
Weil du das Gefäß bist, dass den Geist eines anderen in dich aufnimmt und nicht genug bekommen kannst.

Alles Teil einer Handlungsweise, die durch sich selbst gerechtfertigt scheint, die um ihrer selbst willen Freude bereitet.

Der Raum, der hier geschaffen wird, aus freien Stücken, um seiner selbst Willen, ist an Größe nur dem All, den Galaxien ebenbürtig; nichtig und klein scheint irdisches, gemessen an den Freuden des Geistes.

fractal

5 Gedanken zu “intrinsische Motivation

  1. Der ‚Wirrsinn des Zölibats’…
    Das ist wieder so eine Umschreibung…
    Einfach intrinsisch explizit motiviert geschrieben.
    Der grenzenlose Raum unbegrenzt motivierter Möglichkeiten harrt nun meiner Umsetzungskompetenz fürs Tagwerk mit entsprechend musikalischer Beschallung.
    Hätte Morgenstund‘ kein Blei im Knie, könnte ich beinah giggeln dabei.
    LG von der Fee ✨

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