Das Leben, das Schreiben, die Welt und der Rest

So einfach ist, das. Mal schnell das Große, das Ganze, und später, wenn das Werk getan ist, flugs weiter, ab, zum Nächsten.

Die Tage vergehen in Eile, der Zenit längst überschritten, Verfall ist der neue Freund oder besser der neue ungeliebte Hausgast, den man auch mit markigen Worten nicht mehr vor die Schwelle bannen kann.

Die Worte, wie ein alter Fluss in einem viel zu breiten Bett, kein Strom, nur Rinnsal, verflüchtigt, verdunstet, versickert und vorbei.

Das nie ausgesprochene Motto, die Triebfeder, das “Unterwegs im Auftrag des Wortes” ist eine verblassende Erinnerung, ein hehrer Wunsch, Vergangenheit.

Fragmente, zerfallend, ohne Struktur, die Formen nicht mehr fassbar.

Vorbei, der Glanz der alten Tage, wo Gedanken sich ohne Unterlass aneinanderreihten , Schlange standen, in der Hoffnung, Teil eines Größeren zu werden.

Und so muss ich zitieren:
Ich schreib’ mein Leben auf ein Stück Papier und warte, bis die Zeit vergeht. (Spliff – Déjà-vu)

Fuck Lorem

6 Gedanken zu “Das Leben, das Schreiben, die Welt und der Rest

  1. Mein lieber Faktoid, das mag ja alles sein so mit der verrinnenden Zeit und dem ausgedörrten Wortstrom. Und es ist ein beschissenes Gefühl, das weiß ich aus eigener schmerzlicher Erfahrung. Aber Spliff sangen noch andere Lieder. „Komme steh auf, geh aufs Parkett, schüttel was du hast, denn du bist kein Brett!“ Nun weiß ich nichts über Ihre Schüttelkompetenz, aber eines weiß ich: Sie halfen mir mit Ihren Worten, Ihren Bildern und Ihren Gedanken, meine versiegten Wortquellen wiederzufinden und allein deshalb schon sind Sie für mich Teil von etwas Größerem, nämlich ein nicht herauslösbarer Teil meines Silbenuniversums.
    Ja, das mußte mal gesagt werden! Und noch etwas: Ich sehe die Schlagworte Blockade und Nothing new. Komm steh auf! Geh‘ auf’s Parkett!…
    Mit offener Hand nachwievor, Ihre Käthe.

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    • und wenn sie nur die Mucke hören könnten, die ich gerade, natürlich ohne sie aufzunehmen, hier aus den Kisten leiere, dann wüßten sie dass ich kein Brett bin… Übrigens: geilstes funky synth solo ever, ab Minute 01:30.. Danke für die lieben Worte.. von Herzen

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      • Ich ahnte, daß Sie kein Brett sind, denn Bretter sind flach, unflexibel und meistens leicht zu durchbohren. Eigenschaften, die ich Ihnen nicht unbedingt zuordne. Und Ihr Geleiere stelle ich mir sehrst funkig vor, bei dem, was Sie hier schon offerierten, mein Lieber.
        Bleiben Sie bitte unbrettig, stets die Ihre.

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