Ein Tisch, ein Stuhl, ein Bett…

Ein Tisch, ein Stuhl, ein Bett…
Und dann sitzt Du da und überlegst, was Du daran verbessern sollst, wo Du das hinstellen sollst, wie es auszusehen hat und dann überlegst Du,

warum Du darüber nachdenkst, wie es auszusehen hat. In den Fernsehserien sitzen die Protagonisten immer in irgendwas herum, scheinen das gar nicht ernst und wichtig zu nehmen, sitzen einfach da, auf ihrem Billigmöbel und sind da und du, Du zerbrichst Dir den Kopf, zermarterst Dir das kleine Hirn, wie so ein Möbel auszusehen hat, so dass es Dir nicht mehr wie ein Problem daher kommt. Interessiert es eigentlich irgend jemanden, wie so ein Stuhl aussehen muss, so dass dann jeder gleich eifrig nickt und meint, schau der, der hat das jetzt alles geregelt und der ist fertig mit dem ewigen hin und her überlegen, wie so etwas auszusehen hat, schau nur, der ist durch damit.
Schön wäre das, wenn das mal einer bei Dir sagen würde, schön wäre das, wenn es Dich einfach nicht kümmern würde, wenn Dir das Möbel einfach egal sein könnte, aber so einfach ist das halt nicht, Du bist ja auch kein Schauspieler aus so einer Serie und die haben das einfach im Drehbuch stehen, dass sie sich nicht besonders ums Mobiliar sondern mehr um die Handlung, die Szene, den Ablauf kümmern sollen und das ist es dann auch, was sie meistens tun, sich um das Wesentliche kümmern und da steckt dann doch eine ziemliche Wahrheit darin, nicht wahr, die erkennst sogar Du, oder?

17 Gedanken zu “Ein Tisch, ein Stuhl, ein Bett…

  1. Ein Stuhl ein Tisch ein Bett – der flimmernde Fernseher, der mit Einrichtungen fremder Menschen lockt, allein, oder gruppenweise in gestellten Leben agierend, die Dinge als Dinge betrachtend…
    …der Fernseher, der selbst ein unbeteiligtes Ding ist,
    beseelt sich, entwickelt eine Wertungsmoral, wie Stuhl, Tisch, Bett zu Gegnern werden, deren Anordnung im Raum bestimmt, ob der Anwesende anerkannt wird vor sich selbst und andern oder nicht.
    Die Möbel sagen:
    Verrückt bist Du, darum stehen wir so, wie wir stehen und das Flimmerbild, die Agierenden im Film, sind unser unbeseelter starrer Beweis für die Realität.
    Die Schränke, die übrigen Möbel melden sich später und dann irgendwann schreit ein ganzes Haus nach Veränderung und sei sie nur minimal.
    Anerkennendes Nicken der Lampen.

    Tolle Geschichte, tolles Bild.
    Eine meiner Lieblingserzählungen ist von José Saramago, sie heißt: ‚Dinge‘

    Daran denk ich grad, nach Deinem Text.

    Liebe Grüße
    von der Karfunkelfee

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    • … und einen, den Regisseur, der bestimmt, ob das nun passt oder nicht, ob es den anderen passt oder nicht. Immer gibt es den Einen, der das bestimmt und die anderen, die machen, was der Eine will.

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      • Es soll Regisseure geben, die auch mit Offenheit und Freiheit gegenüber der Kreativität der Akteur:innen umgehen können.

        Jedenfalls ist man immer wieder mal gefordert, mit den gegebenen Umständen klar zu kommen. – Sag mal der kleinen Zehe, die ganz blau und geschwollen ist, dass das Sofa nun mal aus ästhetischen Gründen da stehen muss. Da muss sie (trotzdem) durch…

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  2. Mein Sohn sagte mal zu mir „Wenn du im Gefängnis laden würdest, dann hättest du zu dieser Tatsache noch ein weiteres Problem. In der Zelle sind die Möbel angenagelt und du kannst sie nicht mehr hin und her schieben, wie in der Wohnung“
    Er reagierte damit auf mein ständiges Möbel rücken. Kaum habe ich die verrückbaren Möbel neu platziert, schon sinnt mein Hirn darüber nach, wie ich sie noch besser platzieren könnte. Ausgenommen ist ein schwerer alter Bücherschrank, der ohne Hilfe nicht von der Stelle zu bewegen ist.
    Ich suche auch nach -zig Jahren immer noch den perfekten Platz für Stuhl, Tisch und Bett. 😉

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  3. Ich wurde befreit von solchen Überlegungen, ich fand IKEA und sie sprachen zu mir, Kivik, Billy und all die Anderen; sie wurden Freunde, wo ich doch ihre Namen kannte. Und wie könnten mir meine Freunde egal sein?
    „Hab‘ dich lieb Kivik! Und dich Billy! Und euch andere natürlich auch!“
    „Wir dich ebenso!“
    Schön, Freunde zu haben.
    W

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  4. Du zermarterst dein Hirn weil du mit deinem privaten Möbel-Arrangement unzufrieden bist? Glücklich, wer sich über sowas Gedanken machen kann – es sei denn, die Gedanken wandeln sich zum Zwang.

    Meine ideale Möblierung wäre ein weiß getünchter Raum, bestückt nur mit einem Lounge Chair + Ottoman von Charles & Ray Eames sowie einer High End Hi-Fi-Anlage und einem Kopfhörer von AKG. 😉

    Verblendung (das Original, bitte, nicht das fürchterliche Remake (wo ich doch Daniel Craig so mag …)) ist ein fantastisch guter Film – ganz im Gegenteil zum Rest der Trilogie.

    Liebe Grüße

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    • Ich mag sie alle.. Sogar das Remake.. sogar das… Ich bevorzuge Harman Kardon und Patrick Bateman… Aber am liebsten meinen Luxman und die JBLs.. 🙂 Weißes Mobiliar habe ich schon… macht irre viel Sinn mit Katzen, die von draußen kommen….

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