perspektivische Prognose

Etwas Erbauliches zum Wochenende.

Das kleine Perspektivenspiel muss es mal wieder sein…
So, jetzt bin ich schon ein wenig über die 50 raus, noch nicht ganz weg vom Fenster, bekomme, ohne mir graue Haare wachsen lassen zu müssen, a) einen hoch und b) noch immer einen Job. Wobei die Chancen gerade, nachdem der nächste Personalbeauftragte diese Zeilen hier lesen wird, wieder um ein beliebiges zweistelliges Prozent Maß gesunken sind. Was soll’s, Fatalismus an allen Ecken und hier eben auch.
Ich schweife ab, habe noch gar nicht richtig begonnen. Jaja, er faselt wieder, da wäre Wortfasten schon besser, aber das liegt mir nicht so gut.
Wie auch immer, Perspektive war das Stichwort und das ist so ein Ding, das mir ab und an in den Sinn kommt.
Jetzt, mit diesem besagtem Alter; Wie ist denn der aktuelle Zwischenstand?
Einkommen? Ja. Bezahlbarer Wohnraum? Ja. Führerschein, Auto? Ja, noch. All das irgendwie finanzierbar? Klar, knietief im Dispo, aber ja. Noch.

Dann mal eine kleine Prognose.. Der selbe Monolog, Anfang 60..
Job? Ich lache, was war das gleich wieder? Ich bin seit Jahren ausgebrannt, versuche in die vorgezogene Rente zu flüchten, dem unseligen und unwürdigen Schauspiel, noch mal eine Arbeit finden zu müssen nach vorne zu entrinnen.
Wohnraum? Ja, finanzierbar, weil ich noch mal ein wenig weiter in die Walachei gezogen bin und damit die Kosten weiter drücken konnte… Auto? Ja, hatte ich mal, weil, die Unterhaltskosten, dieses Zeugs, dass es früher an Tankstellen für einen Euro dreißig gab, da ist der Preis leider ins unermessliche geschossen und ein gebrauchtes Elektromobil gibt es nicht, Stichwort geplante Obsoleszenz.
Die Hersteller haben da nämlich dafür gesorgt, dass die Karren höchstens drei, vier Jahre halten und dann für irres Geld neue Batterien, Brennstoffzellen, Atomreaktoren, was weiß ich, verbaut werden müssen.
Das kann ich mir nicht leisten, aber ich habe ein Fahrrad, dass ich irgendwann um die 2000 rum für 1000 Euro gekauft habe und das fährt noch, den Platten zu reparieren kann ich mir grad noch leisten und bis zum nächsten Supermarkt sind es aus der Walachei ja nur 12 km. Einfach. Das ist im Winter ja praktisch nur ein Katzensprung. Ich lächle.
Soll ich noch mal fünf Lebensjahre drauf legen? Oder sieben? Bis zu meinem theoretisch echtem Rentenantritt, von dem ich wiederum prognostiziere, dass er bis dahin so in etwa bei 83 oder so liegen wird, damit das ach so gebeutelte Rentensystem überhaupt noch finanziert werden kann… Richtig, wir sind laut Wikipedia nur auf Platz Fünf in der Liste der wohlhabendsten Länder der Welt. Da muss man eben Abstriche machen…

Naja, ich bin ein eher mäßiger Visionär und SciFi Autor, insofern kann ich die 70 schon nicht mehr vorhersehen, geschweige denn die 80… auf die ich auch gerne verzichte. Denn mit, sagen wir mal Mitte 60 wird mich das Rheuma, wohl wegen der vielen Radlerei im Winter heimgesucht, eingeholt, eingefangen haben und die 9 km zum Hausarzt, dessen Wartezimmer nicht mal mehr beheizt ist, die schaffe ich nur im Hochsommer, aber da eigentlich auch nicht. Da ist es zu heiß.

Öffentlicher Nahverkehr? Auf dem Land? Ich lache.. laut…

Die gute Nachricht, die Katzen sind verstorben, ich habe die restlichen Vorräte des Katzenfutters endlich für mich alleine.

Schwarzseherei?
Wegen mir gerne, echt jetzt, wegen mir gern.

und da hat die Beleuchtung noch funktioniert..

Ein Gedanke zu “perspektivische Prognose

Was gesagt werden muss...

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s