60.000 … almost….. done…

Der Statistiker in mir freut sich ein Loch ins Knie.

Geht es doch in Tippelschritten gen die 60.000 Aufrufe und ja, es freut mich, ist meine Anwesenheit hier, doch nur eine sporadische, je nachdem wo und ob der Schuh gerade drückt und so bleibt mir nur vorab – ich weiß, die besten Reden sind spontan – Danke zu … schreiben und auch wenn es nur eine Zahl ist, ist sie doch schwarz und ausnahmsweise keine der tiefroten und die ist angenehm und zaubert mir ein Lächeln unter die Nase.

Unlängst wurde kommentiert, dass ich düsterer als früher schreiben würde, das stimmt nicht so ganz, denn nur selten war es wohlgelaunt und vom Überschwang geprägt, was hier so postuliert wurde. Zumeist war’s doch geprägt von tiefgrau bis Nachtschwarz. Und das ist auch gut so, denn wäre es in mir verblieben, wer weiß, wer weiß.

Und weil es nicht wirklich was zu sagen gibt, außer dem obligatorischen Dank, der der geneigten Leserin, dem geneigten Leser und auch den beiden Damen in meinem Leben gilt, der Gnä Frau und der grünäugigen Seraphina, weil sonst nichts zu sagen ist, ist der Beitrag auch schon wieder zu Ende.

auf bald

persönlich anwesend:

Gnä Frau

Seraphina

jaja, Katzenbilder sind Clickbait… I know..

Umgekehrt

Und dann hältst du inne und der Gedanke wird greifbarer und du rückst ihm und er dir näher und dann ist es wie ein Echo in deinem Kopf, das nicht verklingt und so rollt er hin und her und kommt nicht zur Ruhe, du kommst nicht zur Ruhe….

Dieser Gedanke, wie das mal so war und wie anders es heute ist. Wie sehr die Veränderung da ist, wie spürbar und allzeit präsent. Und wie raffiniert deine Methoden waren, ihn ja nicht allzu sehr zu denken, wie du es mal um mal vermieden hast, ihm Raum zu geben.

Da war mal diese Zeit, da warst du von den 365 Tagen, die ein Jahr so ausmacht,vielleicht 340 Tage mit jemandem zusammen und diese lange Zeit war gut, hat sie doch ein wenig Stabilität ins eigene Sein gebracht und wohl auch ein wenig in das Leben deines Gegenübers..
Die übrigen Tage war man vielleicht auf Dienstreise oder alleine, weil der andere das war und das war dann auch gut. Das feine Band, das man geknüpft hatte, war dehnbar und auch große Distanz konnte es nicht zum reißen bringen. Die 25 Tage, vier Wochen vielleicht, über das Jahr verteilt, die waren schnell vorbei, taten manchmal sogar gut und dann war da wieder die nahe Zwei und die war gut.
Und wie ist das heute und dieses heute ist nicht seit gestern so, sondern das hat sich über lange Zeit breit gemacht, sich eingeschlichen, angeschlichen und hat seinen festen Wohnsitz seitdem bei dir und ist doch wie der Elefant, den man im Haus hat, aber nicht sieht. Heute sind es vielleicht 20 oder 25 Tage im Jahr, die man mit jemandem, den man gern hat verbringt, für mehr langen die Gefühle nicht und der Partner sieht es ebenso und ist froh, wenn er wieder weg ist, weil, so toll war es dann doch nicht, nicht wahr?

Heute sitzt du da und stellst fest, dass dein Leben, dein Lieben sich umgekehrt hat, in dem Maß, wie du es leben kannst… 25 statt 340 und das nicht, weil es so viel zu dienstreisen gibt. Das bist dann schon du, der sich verändert hat, du, der das alles nicht mehr kann oder zulässt oder weder kann, noch zulässt… Das steckt in dir, diese Umkehrung und die wieder umzukehren, das weißt du nicht, ob das möglich ist, ob es in kleinen Schritten möglich ist, aus 25 vielleicht 70 machen oder vollkommen irre 100, das weißt du nicht, wie das gehen soll, ob die Zeit, die du hast, dir dazu noch genügt. Und in die 25 bekommst du auch die 340 nicht rein, nicht, was die Gefühle betrifft, das viele Leben und erleben, das klappt nicht, denn 25 ist halt nur ein kleines Fass und das läuft schnell über und dann ist es passiert und dann musst du wieder aufwischen, trocken legen und die maroden Stellen ausbessern und davon werden sie auch nicht besser, nicht wahr?

perspektivische Prognose

Etwas Erbauliches zum Wochenende.

Das kleine Perspektivenspiel muss es mal wieder sein…
So, jetzt bin ich schon ein wenig über die 50 raus, noch nicht ganz weg vom Fenster, bekomme, ohne mir graue Haare wachsen lassen zu müssen, a) einen hoch und b) noch immer einen Job. Wobei die Chancen gerade, nachdem der nächste Personalbeauftragte diese Zeilen hier lesen wird, wieder um ein beliebiges zweistelliges Prozent Maß gesunken sind. Was soll’s, Fatalismus an allen Ecken und hier eben auch.
Ich schweife ab, habe noch gar nicht richtig begonnen. Jaja, er faselt wieder, da wäre Wortfasten schon besser, aber das liegt mir nicht so gut.
Wie auch immer, Perspektive war das Stichwort und das ist so ein Ding, das mir ab und an in den Sinn kommt.
Jetzt, mit diesem besagtem Alter; Wie ist denn der aktuelle Zwischenstand?
Einkommen? Ja. Bezahlbarer Wohnraum? Ja. Führerschein, Auto? Ja, noch. All das irgendwie finanzierbar? Klar, knietief im Dispo, aber ja. Noch.

Dann mal eine kleine Prognose.. Der selbe Monolog, Anfang 60..
Job? Ich lache, was war das gleich wieder? Ich bin seit Jahren ausgebrannt, versuche in die vorgezogene Rente zu flüchten, dem unseligen und unwürdigen Schauspiel, noch mal eine Arbeit finden zu müssen nach vorne zu entrinnen.
Wohnraum? Ja, finanzierbar, weil ich noch mal ein wenig weiter in die Walachei gezogen bin und damit die Kosten weiter drücken konnte… Auto? Ja, hatte ich mal, weil, die Unterhaltskosten, dieses Zeugs, dass es früher an Tankstellen für einen Euro dreißig gab, da ist der Preis leider ins unermessliche geschossen und ein gebrauchtes Elektromobil gibt es nicht, Stichwort geplante Obsoleszenz.
Die Hersteller haben da nämlich dafür gesorgt, dass die Karren höchstens drei, vier Jahre halten und dann für irres Geld neue Batterien, Brennstoffzellen, Atomreaktoren, was weiß ich, verbaut werden müssen.
Das kann ich mir nicht leisten, aber ich habe ein Fahrrad, dass ich irgendwann um die 2000 rum für 1000 Euro gekauft habe und das fährt noch, den Platten zu reparieren kann ich mir grad noch leisten und bis zum nächsten Supermarkt sind es aus der Walachei ja nur 12 km. Einfach. Das ist im Winter ja praktisch nur ein Katzensprung. Ich lächle.
Soll ich noch mal fünf Lebensjahre drauf legen? Oder sieben? Bis zu meinem theoretisch echtem Rentenantritt, von dem ich wiederum prognostiziere, dass er bis dahin so in etwa bei 83 oder so liegen wird, damit das ach so gebeutelte Rentensystem überhaupt noch finanziert werden kann… Richtig, wir sind laut Wikipedia nur auf Platz Fünf in der Liste der wohlhabendsten Länder der Welt. Da muss man eben Abstriche machen…

Naja, ich bin ein eher mäßiger Visionär und SciFi Autor, insofern kann ich die 70 schon nicht mehr vorhersehen, geschweige denn die 80… auf die ich auch gerne verzichte. Denn mit, sagen wir mal Mitte 60 wird mich das Rheuma, wohl wegen der vielen Radlerei im Winter heimgesucht, eingeholt, eingefangen haben und die 9 km zum Hausarzt, dessen Wartezimmer nicht mal mehr beheizt ist, die schaffe ich nur im Hochsommer, aber da eigentlich auch nicht. Da ist es zu heiß.

Öffentlicher Nahverkehr? Auf dem Land? Ich lache.. laut…

Die gute Nachricht, die Katzen sind verstorben, ich habe die restlichen Vorräte des Katzenfutters endlich für mich alleine.

Schwarzseherei?
Wegen mir gerne, echt jetzt, wegen mir gern.

und da hat die Beleuchtung noch funktioniert..

Vorwärts

Wie das wohl geworden wäre?

Wenn alle Schritte nur noch vorwärts, immer nur in eine Richtung, nie rückwärts, immer geradeaus, immer nur nach vorne strebend gegangen worden wären.

Wenn Zurückblicken, umkehren, im Kreis, oh ja, im Kreis wandern keine Option gewesen wäre.

Der Blick nach vorne gerichtet, der Rücken gerade, die Schultern straff, guten Mutes,nur nach vorne schauend, den Weg, dessen Pfad nach nur einem Moment weiter, schon ins Unbekannte führend hinauf steigend. Hinauf, in Regionen, die neu, voller Gefahren, voller Ungewissheit sind.

Lachend hinauf, die Angst verachtend am Wegrand zurückgelassen, wissend, dass weder Löwen, noch Tiger, noch Bären dort lauern werden, denn die wahre Gefahr kommt stets von Innen.

Die schmerzenden Füße, die Striemen, die das kleine getragene Bündel an Notwendigstem hinterlassen,
in Kauf genommen und begrüßt, zeugen sie doch davon, dass der Weg beschritten wird, der Pfad durchwandert, auch wenn das Ziel, die wahre Richtung noch im Verborgenen liegt.

Die Bestürzung darüber, dass es nicht der großen Gedanken, dem endlosen Herumwälzen, in Nächten ohne Schlaf bedarf, dass es nur die eine kleine Entscheidung ist, der eine Wunsch, dem die Tat folgen muss. Dass es nur den Funken braucht, damit das Feuer brennt und dann den Schweiß, damit es nicht mehr erlischt.

So würde es sein, wenn es gewesen wäre.

Go, Fuck Yourself, 2017

Geh zu Hause und mach Platz für das glorreiche 2018, das Jahr, in dem die kommende Altersarmut wieder ein Stückchen näher kommen wird.

Das Jahr, in dem der Druck wieder einmal ein wenig zunehmen wird und die Last ein wenig schwerer, dafür aber auch der Berg, den es zu erklimmen gilt, ein wenig steiler und der Weg etwas schmäler sein wird. Juchu.

All das und so viel mehr, was dem einem oder anderen, mir auch ein wenig zum Jahreswechsel in den Sinn kommt und all das nur, weil die eigene Fähigkeit zum Widerstand, dazu, dem etwas entgegen zu setzen, noch immer nur kümmerlich ausgeprägt ist.

Gut in Erkenntnissen, lausig in Konsequenzen, So lässt sich das zusammenfassen.

Die ausgeprägte Schonhaltung ist der Stillstand, in dem die Einflüsse von außen, so dezimiert, gerade noch ertragen werden.

Gelegentliches Aufbäumen und um sich schlagen einmal ausgenommen.

Die Uhr am Handgelenk hat nur eine kleine Anzeige, die von 31 auf Eins wechseln wird oder vermutlich vorher schon stehen geblieben ist, da sie nur durch Bewegung zum Weiterlaufen animiert werden kann und das wenige Zucken und Hochschrecken im Schlaf würde da nicht genügen und dazu kommt noch, dass sie ihr Dasein auf dem Sekretär fristet, auf den Arbeitstag wartend, um wieder angeschnallt zu werden. Also selbst dieses Ereignis wird dort entweder nicht oder nur unbeobachtet stattfinden.

Darüber sinnierend, was 2018 wohl zum Besseren gewendet werden kann, setzt das Erkennen ein, dass Antworten dazu noch in weiter Ferne sind.

Dabei dann Rat im Außen zu suchen hat bis dato nur wenige Früchte getrieben, aber für das Wenige ein Danke. Immerhin.

Jemand sprach von Kuscheln und Knutschen, nicht anlässlich des unseligen Jahreswechsels, mehr so ganz allgemein als Lösung und Wunsch, dadurch Wohlbefinden zu erlangen. Ich sehe da durchaus Perspektive. Es ist wohl die Essenz des Seins, sich da Gutes zuzuführen, wo es noch möglich ist und durch das Kleine etwas Größeres zu bewirken. Ein Lichtstreif, ein Schimmer. Immerhin.

Go, Fuck Yourself, 2017

Das, was ist.

Dann sitzt er da und überlegt, was jetzt kommen könnte.
Wie es nun weiter geht. Was es ist, das ihn antreiben könnte.
Tut das, was er schon so oft getan hat: weiterhin nichts.
Grübelt vielleicht noch ein wenig mehr und stellt dabei fest, dass man vom Grübeln nur hässliche Falten bekommt und der Magen schnell übersäuert. Lässt dann auch das. Stellt es ein.
Am Vortag war er ganz früh am kalten See, ist einige Male aus dem warmen Wagen in die Kälte ausgestiegen, auf seinem Weg um den See. Hat ein paar schöne Stellen gefunden und es ein klein wenig genossen, das Spüren der Kälte, den Wind im Haar, die tauben Finger und sich überlegt, dass es doch eigentlich ganz schön wäre, das öfter zu tun, öfter mal raus, aus der Routine, dem schon beinahe autistischen Tun und ein wenig Veränderung, da und dort.
Er war nicht alleine am Wochenende, zumindest in der einen Nacht, genoss die zufällige Begegnung, die paar kleinen Gläser Wein, zusammen so viel besser schmeckend als alleine, die Haut, die Enge, die Nähe und Wärme, die eine Nacht voller Spüren, ohne dass viel passiert war, ohne echte Gefühle. Denkt darüber nach, wo sie wohl sind, wann sie abhanden gekommen sind, wie viele Herzen er noch hoffend und zitternd zurück lassen wird, bevor das eigene wieder hofft und zittert und vielleicht zerbricht und blutet. Ob es denn so schlimm wäre, wenn er leidet, aus echtem Gefühl heraus und geht wieder zurück in die Routine, das sichere kleine hin und her aus Arbeit, Lesen, Glotzen, Essen, Schlafen, Aufstehen und weitermachen. Schaut auf die Uhr und weiß, dass es Schlafenszeit ist, schaut auf die Uhr und steht von dem Bürostuhl auf und fährt heim, schaut auf die Uhr und weiß, dass Zeit vergangen ist, weiß aber kaum, was geschehen ist. Hasst und liebt die Uhr, weil sie Sicherheit gibt, aber Vergänglichkeit messbar macht. Denkt an das Eis und die Kälte und das Spüren, die Hand im kalten Wasser, die Finger steif und klamm, denkt, dass er mehr davon will und dann wieder, dass es schöner gewesen wäre, da nicht alleine zu stehen und was der Grund ist, dass er da alleine gestanden ist.
Ertappt sich dabei, etwas zu spüren und schiebt es weg, von sich, schließt es weg, wissend um das, was ist.

Der Albrecht

Albrecht, ein zwanzigjähriger Greis, wenn man ihn so nennen mag.
Alt und voll von Macken, die man ihm gern nachsieht.
Doch für sein Alter durchaus rüstig, schon beinahe agil und noch in der Lage, den einen oder anderen viel älter aussehen zu lassen.
Aber, weil er mein Schutzbefohlener ist und ich ihn gern mag, gebe ich ihm nur selten die Sporen und lasse es zumeist ruhig angehen.
Ist es doch gerade die Ruhe, die ihn auszeichnet. Und Ruhe und sogar ein ganz klein wenig Gelassenheit, die er mir schenkt und beinahe täglich demonstriert.
Albrecht, groß und schwarz. Er spricht mit tiefer, summender Stimme und bettet mich auf Leder.
Er, wenn er denn ein Er ist, strahlt Ruhe und sogar ein wenig Kraft aus. Ich mag ihn sehr, den Albrecht.

Albrecht ist meine Sänfte und ein wenig meine Nervenheilanstalt. So habe ich ihn schon öfter genannt.
Und wie alles, was gut ist, kam er zufällig bei mir vorbei und ist seitdem geblieben.

Ab und an fahre ich mit ihm zu kundigen Menschen, die sich den ein oder anderen Bruch oder andere kleine Malaisen ansehen und bisher immer Gutes an ihm verrichtet haben. Er ist bescheiden und hält sich mit dem Ringen nach Aufmerksamkeit in Grenzen.

Um es mal kurz zu sagen, er ist was Besonderes, der Albrecht.