Nachverdichtung

Heute durfte ich ein neues Wort lernen..
Nachverdichtung…
Wikipedia schreibt darüber, das es ein Begriff ist, der im Städtebau Anwendung findet.
Und wie das Wort schon ahnen lässt, geht es um noch mehr Humaneinheiten auf noch weniger Lebensraum.
Die Freude steht mir bei der Vorstellung ins Gesicht geschrieben, wenn jung und alt, arm und reich einfach etwas enger zusammenrücken.
Das ist ein schönes Bild, nicht wahr? Der übliche Schelm, wer dabei Böses denkt.
Ganz ehrlich? Wer braucht zum Leben 2,50m hohe Decken? Die meiste Zeit, sitzt oder liegt man zuhause herum und duschen kann man auch im knien.
Da kann man ohne große Neubaumaßnahmen schnell mal eine Zwischendecke einziehen und schon hat jeder was davon, der eine, weil er jetzt seine Mieteinnahmen steigern kann, der andere, weil er plötzlich ein Dach oder eben eine Zwischendecke über dem Kopf hat.

Ich darf seit einiger Zeit beobachten, dass sowieso schon überlange Busse nun noch einen Hänger, voll mit weiteren, hoffentlich diesen Luxus der Beförderung auch brav bezahlenden Fahrgäste durch die Gegend kutschieren. Was mitunter originell wird, wenn die Bushaltestelle einfach nicht für 40 Meter lange Gefährte gemacht wurden und der Busarsch dann mal noch so halb auf der Kreuzung steht, sehr zur Freude des gewöhnlichen fahrenden Volkes, dass dann halt gern noch ein wenig länger auf die Hupe drückt oder wie auch immer man seinem mickrigen Aufbegehren eben Luft machen mag.

Die Nachverdichtung. Ich bewundere die Schöpfer solcher wunderbaren Begriffe, die einem erst wie ein Fremdwort über die Lippen geht und flugs dann in zum allgemeinen Sprachgebrauch wird. Das ist schon schön, so eine Gewohnheit.

Ich freu mich sehr auf die Nachverdichtung meines frühen Wortwerkes, vielleicht wird ja ein echtes Gedicht daraus. Vielleicht macht sich der oder die eine talentierte über meine Worte her und nachverdichtet diese. Das gefiele mir besser, viel besser, als die Zwischendecke, die es dann doch werden wird.

WordPress und der Praktikant

Der Praktikant hatte bis dato nur Kaffee geholt und die Zeitungen verteilt, ja es gab noch Welche, die das Papier bevorzugten.

Sein Job war einfach, überschaubar und unbezahlt. Er erwartetet nicht viel davon, andere erwarten auch nicht viel von ihm.
Er hätte gerne “easy money” gesagt, aber von Geld war nicht die Rede, das war nicht Teil des Praktikums. Weiterlesen