100 Worte Hass, circa

Es ist Sommer…

Du mieses kleines Dreckvieh!
Wie viel Gift steckt in Dir?
Wie oft kannst Du mich noch stechen, bevor es, bevor Du verbraucht bist.
Hältst mich wach, zu später Stunde.
Willst mein Leben, willst mein Blut.

Ich will Dich töten, zerschmieren, zerschlagen.
Meine alten Ohren können Dich nicht mehr hören.
Ich nehme Dich nicht mehr wahr.
Will Dich ignorieren.

Doch Du gibst nichts. Nimmst alles.
Raubst mir Schlaf und Frieden.
Erntest Hass und mein Blut.

Dein kleines blödes Hirn,
dem nichts gewahr wird,
das nicht begreifen KANN,
dass Du Dir nur Verachtung einheimst,
noch und nöcher.
Dein Wesen, schwarzgefärbt von meinem Hass.

Wenn ich Dich erwische,
mach ich Dich platt.

Drecksvieh, scheiss Mücke…

Am Morgen, am Weiher


ein kleiner Weiher, der Morgen noch früh.
Jetzt noch ist es mein Weiher, kann ich hier sein
und den Tag kommen lassen.
Im Wasser sind Schnecken, Kaulquappen und Fische, die sich beinahe aus dem Wasser schieben, in der Gier, sie alle zu verschlingen.
Der Tag ist jung und trügerisch friedlich, die Kaulquappen werden nicht mehr älter.
Der Tod lauert überall.

Guten Morgen.

Passage 2

Klick mich an, um mich in Groß zu sehen!

Trinken mit Sue Ellen

Altes vom vergangenen Jahr, Füllstoff, in jeder Hinsicht…

Rituale der Jugend.

Die frühen Achtziger waren von Vielem geprägt, schrägen Frisuren, dem Punk auf den Straßen, für mich spürbare Adoleszenz und auch wenig vom TV.
Ein Phänomen, neben der Schwarzwaldklinik, darüber vielleicht ein ander mal mehr, war Dallas.
Eine Serie um protzreiche Texasölbonzen, die wie so viele zu reiche Menschen von banalsten Problemen geplagt waren. Anstatt den Wohlstand zu genießen, gab es Konkurrenz und Intrige.

Nach etlichen Episoden Dallas hatten aber auch wir es verstanden.
Die Serie hatte nur einen Zweck und dem musste gehuldigt werden.
Es hatte nichts mit Intrigen zu tun.

Die Sache war die, dass es jedem von uns mit der Zeit auffiel, dass in Dallas ungemein viel getrunken wurde.
Das in den 45 Minuten der Serie die ein oder andere Flasche geleert wurde, während wir, Fans die wir waren, mehr oder weniger auf dem Trockenen vor dem Röhrenfernseher, der immerhin schon bunt, wenn auch lächerlich klein war, saßen.

Und da war es unvermeidlich, dass irgendwann einer von uns auf die glorreiche Idee kam, Ray, Jock, J.R und allen voran, Sue Ellen zu zuprosten, immer einen mitzutrinken, wenn einer von ihnen das Glas anhob. Und Sue Ellen hob eifrig.

Sue Ellen bevorzugte Whisky oder Vodka, genau weiß ich das nicht mehr. Wir, noch halbwegs brav, kippten Martini oder Baileys, das üble Gesöff der Jugend. Und waren dabei wirklich diszipliniert. Tranken sie im TV, dann tranken auch wir.
Die Mengen, die man in 45 Minuten zu sich nehmen kann oder muss, je nach dem, waren, wie soll ich sagen, erheblich.

Es waren lustige Abende, wir amüsierten uns prächtig, versäumten mal um mal den Inhalt der Episoden und bedauerten dies nicht im geringsten.
Der wahre Sinn war gefunden.
Und hat uns zumindest eine Zeit lang prächtig unterhalten.
Those were the days…

Copy Of A

Aus den Tiefen des Blogs empor geholt:

..ausnahmsweise mal nicht Tyler Durden, nicht Chuck Palahniuk.
In meiner der Welt der Wahrheiten hat er großen Anteil.

Also diesmal nicht Chuck, sondern Trent, Trent Reznor.
Wie nahe sie sich sind, zeigt die Bildersuche bei google.
Die ersten Treffer bei „copy of a“ zeigen, ja wen eigentlich?
Der Name von ihm wird in Fight Club nie genannt,
dem Protagonisten, gespielt von Edward Norton.

Everything’s a copy of a copy of a copy.
A_copy_of_a_copy_of_a_copy_by_copperthistle

Trent Reznor oder Nine Inch Nails, ein Name der mich schon immer fasziniert hat.
Sowohl, als auch.
Eben jener, der mit HURT eines der schönsten Stücke überhaupt komponiert und vor allem getextet hat.
Geadelt und so viel besser als das Original,
wenn es von Johnny Cash gesungen wird.

Copy Of A ist deprimierend (und) gut.
Sinnlos, davon einen Youtube Clip bereit zu stellen.
Dieses Stück muss in einem Auto, dass eine potente Anlage hat,
der Bass ist lebensnotwendig, oder dort, wo Nachbarn ein Fremdwort sind, wiedergegeben werden.
Laut und eben nicht nur das,
sondern auf gar keinen Fall über das Küchenradio.

Wo ist der Reiz?
Liegt er im Elektrogeschwurbel, dem Intro?
Nicht wirklich.
Erst, wenn einige Takte danach, die vier Schläge des Tiefbasses hinzukommen,
erst dann hört man hin, hört man zu.
Der Bass ist monströs und subtil zugleich und er kehrt wieder.
Sparsam eingesetzt und auf den Punkt.

Die Live Version ist die Studioversion. Im Wesentlichen.
Mit dem Unterschied, dass Trent Reznor nicht alleine auf der Bühne steht,
sondern von einer Band unterstützt wird.
Der Reiz der Live Version?
100.000 Watt.

Und eine Bühnenchoreographie, die der von den Talking Heads ähnelt.
Der von Stop Making Sense.
Nur das Trent innerhalb eines Stückes, des halben Stückes,
den Weg von der leeren Bühne zum Inferno geht.
Sich dafür, nicht wie die Talking Heads,
fünf oder sechs Nummern lang Zeit lässt.
Zeichen der Zeit…

Das Stück hält Trigger für mich bereit, es passt in die Zeit.
Die grenzenlose Frustration der Erkenntnis, dass Authentizität und Originales,
echtes Sein kaum noch existiert.
Imitation und Kopie ist es, die wir konsumieren.
Die wir Sind.

Meta.
Wie in diesem Text.

Durchschaubarkeit der Medien, der Trends, dessen, was sie vorgeben zu sein.
Aktuell Gebotenes wird dünner und dünner.
Schlimmer noch: Das Echte geht verloren, wird abgerissen,
überbaut, tot geschwiegen, in Nischen gezwängt.
Ray Bradybury hat es in Fahrenheit 451 auf den Punkt gebracht
„We bombard people with sensation. That substitutes for thinking.“

„We are living in a time when flowers are trying to live on flowers,
instead of growing on good rain and black loam.“

Vielleicht hatte Trent ein wenig dieser Gedanken im Hinterkopf, als er Copy of A ersonnen hat.

IMGP3092
„Copy Of A“

I am just a copy of a copy of a copy
Everything I say has come before
Assembled into something into something into something
I am never certain anymore
I am just a shadow of a shadow of a shadow
Always trying to catch up with myself
I am just an echo of an echo of an echo
Listening to someone’s cry for help

Look what you had to start
Why all the change of heart?
Well you need to play your part
A copy of a copy of a
Look what you’ve gone and done
Well that doesn’t sound like fun
See I’m not the only one
A copy of a copy of a

I am little pieces little pieces little pieces
Pieces that were picked up on the way
Imprinted with a purpose with a purpose with a purpose
A purpose that’s become quite clear today

Look what you had to start
Why all the change of heart?
Well you need to play your part
A copy of a copy of a
Look what you’ve gone and done
Well that doesn’t sound like fun
See I’m not the only one
A copy of a copy of a

I am just a finger on a trigger on a finger
Doing everything I’m told to do
Always my intention my intention your attention
Just doing everything you tell me to

Look what you had to start
Why all the change of heart?
Well you need to play your part
A copy of a copy of a
Now look what you gone and done
Well that doesn’t sound like fun
So I’m not the only one
A copy of a copy of a

Look what you had to start
Why all the change of heart?
Well you need to play your part
A copy of a copy of a
Now look what you gone and done
Well that doesn’t sound like fun
See I’m not the only one
A copy of a copy of a

(Look what you had to start) Look what you had to start
(Why all the change of heart) Why all the change of heart
(You need to play your part) You need to play your part
A copy of a copy of a copy of a copy of a
(Look what you’ve gone and done) And look what you’ve gone and done
(Yeah, that doesn’t sound like fun) That doesn’t sound like fun
(Yeah, I’m not the only one) See I’m not the only one
A copy of a copy of a copy of a copy of a