nichts neues…

Hier entsteht nichts neues mehr.

Ganz ohne Bestürzung stelle ich fest, dass es mir an Worten fehlt.
Dass Worte, die an anderer Stelle gedacht,
gefühlt und ausgesprochen werden,
mir hier nicht mehr zur Verfügung stehen.

Das Geist sich weiter entwickeln will,
dass Frieden wichtiger ist als Worte, als Schreiben,
als die Suche nach dem Glück im Außen,
der Bestätigung, dem Zuspruch.

Und so, wie es gerade ist, so mag es bleiben. Bitte.

Ja und den Kinski in mir gibt es noch immer
und der will schreien und toben.
Will das Geschmeiss zertreten und zerschlagen,
die Einrichtung in Trümmer legen.

Und vielleicht wird der das wieder tun und doch ist es etwas,
dem ich mit Vorfreude entgegen sehe.
Ist es doch ein Teil von mir und ich werde es feiern.

Alleine, abgewendet, in Selbstschutz und Dich schützend vor mir.
Und es wird gut sein und dann vorbei sein und dann kehre ich zurück,
lächelnd, die Hände zerschunden,
die Knöchel wund
und dann werde ich dein Gesicht in meine Hände nehmen,
dich küssen und es wird gut sein.

So sind die Gedanken, so ist das Tun.

Frieden…

Der Innere.
Der Gute und Wichtige.

Den, um den man, obwohl es nichtig ist, beneidet wird.
Den, für den es sich, ganz unfriedlich, auch zu kämpfen lohnt, um den man ringen muss.
Den, der gesucht und selten gefunden wird und wenn, dann ist er klein, flüchtig.

IMGP2067

Den, der beobachtet werden kann und der manchmal nicht durch Beobachtung verändert wird.
Was für Quantenteilchen gilt, muss nicht zwangsläufig für den Frieden gelten.

Der, der oft kompensiert wird, wenn er nicht gefunden wird.
Konsum, Drogen, mehr Konsum. Fett, fetter unfriedlich. Und so: niemals satt, nicht zufrieden, rastlos, unstet.

IMGP2393
Seit gestern betrachte ich die drei Uhren und überlege wofür sie stehen.
Die Antwort habe ich gerade aufgeschrieben. Es ist keine schöne Antwort. Aber eine ehrliche.

Und wieder einmal hat Tyler die richtigen Worte:
You’re not your job. You’re not how much money you have in the bank. You’re not the car you drive. You’re not the contents of your wallet. You’re not your fucking khakis.

Manche, wie Die Frau mit der Stoffpuppe werden ihren Frieden wohl nie mehr finden. Ich hab‘ sie gesehen und trauere darum.

Wie unvergleichlich nahe bin ich, im zwangsläufigen Vergleich, am eigenen Frieden. Und doch noch so fern.

Things to do:
Machen, immer etwas anderes, nie das Selbe, nie vorhersehbar, keine Routine.
Rechts abbiegen, wenn es zwei Möglichkeiten gibt etwas zu interpretieren, die bessere Abzweigung nehmen.
Nicht das Schlechte unterstellen.
Wer will mir an die Karre pissen? In der Regel niemand.
Danke für das Bild. Du weißt, wer gemeint ist.

IMGP2230
Mauern, Käfige, Gitter. Viele selbstgemacht, gefangen ist man meistens aus eigener Leistung.
Demnach ist das Befreien genau so möglich.

Muss ich jetzt meine Uhren verschenken, alle oder zumindest zwei davon?
Nein, ich muss nur verstanden haben, wofür sie stehen.

So, wie vieles anderes hier.
Alles nur Dinge, die verstanden werden wollen, als das, was sie wirklich sind.
IMGP2395
Raus hier.. Da draussen ist, was ich suche.
Hier ist nur innere Zerrissenheit, Routine und Alltag.
Neue Gedanken brauchen Neues um sich zu entfalten.

the world according to Slartibartfass

Der Mann war verantwortlich für die Fjorde.
Herrlich krickelig, so wurden diese beschrieben. Von Douglas Adams.

Für mich: Der Weg der Gedanken. Nie gerade aus, nie auf direktem Weg.

Immer auf Abwegen, auf verschlungenen Pfaden, stets bereit, neue Abzweigungen zu nehmen oder selbst welche in das Dickicht zu schlagen.

Ich meine, das eigene Denken sollte stets mindestens so durchgeknallt und kreativ sein, wie die Gedankenprodukte eines Terry Gilliam oder Douglas Adams. Das ist die Messlatte..
Lass uns Limbo unten durch tanzen. Das genügt für den Anfang.

Nichts ist öder, als auf ausgelatschten Wegen bequem vor sich hin zu Stoffwechseln, wenn nur wenige Gedankengänge weiter das Universum des freien Denkens auf einen wartet.

Geist ist frei und groß und will fliegen. Also binde ihn an eine Schnur, ab in stürmische Weiten und schau ihm beim Aufsteigen zu.
Bastel‘ Dir kleine Flügel aus Buchstaben, nimm viele Ws, die machen mehr Spannweite.

Ignorier‘ die fehlende Starterlaubnis, die Welt wird Meilen unter Dir sein, so klein, so unbedeutend.

Und die, die da unten stehen, die Fassungslosen, die Dich nur stürzen sehen wollen, wink‘ ihnen zu, schlag einen Salto, zieh‘ die Flügel ein und geb‘ ihnen den Aufprall ihres Lebens.
Steh‘ auf, lächle milde und zieh‘ deines Weges.

Und eines noch: Liebes Leben, danke für mein ADHS. Es war und ist mir immer ein treuer Begleiter und hält stets alle Kanäle für mich offen. Danke